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Die iPod-Evolution

04.06.2007 | 13:31 Uhr |

Nach der Vorstellung von iPhone und Apple TV arbeitet Apple gut unterrichteten Quellen zufolge mit Hochdruck an der nächsten Generation des iPod. Wir haben einen genauen Blick auf die Optionen geworfen.

iPhone: TV-Spot "Calamari"
Vergrößern iPhone: TV-Spot "Calamari"
© Apple

Zum Weihnachtsgeschäft spätestens, so wollen es zahlreiche Insider wissen, werden iPods der 6. Generation viele Funktionen bieten, mit denen das iPhone vom 29. Juni an in den USA zu haben ist.

Für diese Vermutung spricht in der Tat vieles. Das iPhone ist ein Super-iPod, erweitert um die Telefonfunktionalität und um die Option, via WLAN mit dem Inter­net Kontakt aufzunehmen. Die Entwicklung des Systems ist nahezu abgeschlossen, ein iPod mit den Leistungsdaten des iPhone, vermindert um dessen Telefonfunk­tionen, scheint ein logischer Schritt.

Aktuelle Produktlinien

Möchte man die aktuellen iPod-Varianten grob in drei Gruppen einteilen, so gibt es mit der Shuffle-Serie eine Modellreihe ohne Display als Ausgabemedium, dadurch bedingt mit rudimentären Navigationsoptionen, der Nutzer ist quasi „blind“, bekommt keine Rückmeldung vom iPod und keine Informationen. Ganz anders ist die Situation beim iPod Nano. In der zweiten Gruppe interagiert der Anwender mit dem System über den Bildschirm und die Navigationselemente. Zu dritten Gruppe schließlich gehören die aktuellen iPods, 5. Generation. Ein zusätzlicher Chip sorgt dafür, dass sich auch Videos abspielen lassen.

Ein System für alle

Mit dem iPhone kommt erstmals ein iPod der nächsten Betriebssystemgeneration auf den Markt. Statt eines eigenen Betriebssystems mit verschiedenen speziell zugeschnittenen Komponenten kommt ein abgespecktes Mac-OS X zum Einsatz. Wie auch beim Apple TV, das ebenfalls auf Mac-OS X basiert, hat Apple einen logischen Schritt vollzogen.

Mac-OS X bietet in der aktuellen Version alle Funktionen und Frameworks für einen Computer, eine Set-Top-Box und einen iPod. Alle Core-Engines für Audio, Video, Netzwerk und so weiter müssen für das Betriebssystem weiterentwickelt werden. iPhone und Apple TV sind, rein auf das Betriebssystem bezogen, „Abfallprodukte“ aus der Hightech-Entwicklung.

Auch die Nachfolger der aktuellen iPod-Modellreihen werden diesen Schritt vollziehen. Apple spart mehrere Entwicklercrews für Systeme ein, die sich gegenseitig nicht „befruchten“ können, da die Hardware und die Komponenten zu unterschiedlich sind. Sind sämtliche Entwicklungsressourcen zusammengelegt, kann eine Weiterentwicklung von Quicktime zum Beispiel nicht nur in ein neues System für die Macs, sondern auch gleich für Apple TV und die iPods übernommen werden.

Ohne einen Wechsel beim Betriebssystem sind auch Neuerungen im Bereich Funktionalität und Bedienung bei künftigen iPod-Modellen nicht zu erwarten, das bisher verwendete Betriebssystem ist ausgereizt. Der Wechsel zu einem Mac-OS-X-basierten System bietet auch den Einsatz zusätzlicher Hardwarekomponenten, von denen der iPod profitiert.

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