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Intel plant Wegfahrsperre für Laptops

04.04.2008 | 15:35 Uhr |

Wenn ein Notebook gestohlen wird, ist meist nicht nur der Rechner weg. Gleichzeitig geraten auch persönliche Daten und Dateien in die falschen Hände. Intel will Laptops in Zukunft abriegeln, sodass Unbefugte keinen Zugriff mehr haben.

Vertrauliche Emails, private Fotos, sensible Dokumente: wenn ein Mobilcomputer abhanden kommt, kann der Finder oder Dieb des Rechners darauf zugreifen. Wer regelmäßig Backups macht, hat seine Daten zwar nicht sprichwörtlich verloren, jedoch besteht das Risiko, dass der Finder oder Dieb die Dateien für finstere Zwecke ausnutzt.

Identitätsdiebstahl ist mittlerweile ein gängiges Verbrechen in der IT-Welt und mit einer Festplatte voller persönlicher Daten wird es dem Dieb sehr leicht gemacht.

Rabiate Methoden wie die Verschlüsselung der Festplatte sind zwar effektiv, kosten aber Performance. Hier will Intel nachbessern und eine Lösung anbieten, die sicher ist, gleichzeitig aber komfortabel bleibt. „Anti-Theft Technology“, zu deutsch: Anti-Diebstahl-Technik, nennt Intel seine neue Initiative zur Datensicherheit.

Ein im Laptop eingebauter Chip soll verhindern, dass Unbefugte den Rechner starten können. Im Grunde dürfte es sich dabei um eine Verschlüsselung auf Hardware-Basis handeln. Dies verhindert einen Diebstahl zwar nicht, macht den Rechner für den Dieb aber unbrauchbar. Denn auch eine neue Austauschplatte soll nicht funktionieren. Gleichzeitig wird über ein Trackingsystem nachgedacht, um den Laptop wiederzufinden.

Intel arbeitet zusammen mit den Herstellern Lenovo, und Fujitsu Siemens, sowie den Softwareentwicklern von Phoenix und McAfee an diesem Projekt.

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