Die richtige Grafikkarte
Die richtige Grafikkarte
Mit dem Erscheinen von Tiger und seinen neuen Techniken wie Core Image und Quartz Extreme 2D sowie angesichts modernen Games wie Doom 3 raten wir für ein ausgewogenes Upgrade zur Radeon 9800 oder zur leicht günstigeren Radeon 9600 Mac+PC Edition (Test in der nächsten Macwelt). Mit den neuen Tiger-Techniken gilt die alte Regel nicht mehr, dass leistungsstarke Grafikkarten nur Anwender von 3D-Software und Spieler benötigen.
Unsere Core Image Benchmarks zeigen, dass mit einer Core-Image-fähigen Grafikkarte die CPU-Geschwindigkeit überhaupt keine Rolle spielt. Auch in einem Mac mit 100-MHz-Bus oder mit der originalen 466-MHz-CPU sind die Leistungswerte identisch. Anders ist die Situation mit einer Grafikkarte, die Core Image nicht unterstützt, beispielsweise der Radeon 9000. Hier berechnet die CPU die Bilder und die Leistung skaliert fast linear mit dem CPU-Takt und der Anzahl der CPUs.
Auch Doom 3 zeigt in unseren Tests fast keine Varianz, hier ist ab einer gewissen CPU-Geschwindigkeit von etwa 1,2 GHz die Grafikkarte und zu weit geringeren Teilen der Frontsidebus und Level-3-Cache der bestimmende Faktor. Mit allen Upgrades messen wir um die 20 Frames in High Quality und 1024x768 Auflösung.
Die AGPx2-kompatible Radeon 9800 Mac Edition läuft derzeit aus und wird von ATI durch eine kombinierte G4/G5 Radeon 9800 ersetzt, die jedoch nur in Macs mit mindestens AGPx4 (d.h. ab 133 MHz Bustakt) lauffähig ist. Besitzer eines alten Sawtooth- oder Gigabit-Ethernet-Mac sollten jetzt zugreifen oder selbst Hand anlegen: Eine für etwa 80 Euro auf dem Gebrauchtmarkt erhältliche PC-Radeon 9800 lässt sich mit etwas Aufwand im Mac lauffähig machen, wie das geht lesen Sie in Macwelt Ausgabe 11/2004 ab Seite 90.
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