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Die zukünftige Konkurrenz des iPhones

03.09.2008 | 16:28 Uhr |

Der von Google initiierte Wettbewerb für Android-Programmierer ist abgeschlossen. Es zeigt einen Vorgeschmack auf das, was in Zukunft die Alternative zum iPhone sein wird.

Ecorio misst den CO2-Fußabdruck
Vergrößern Ecorio misst den CO2-Fußabdruck

Die Sieger der "Android Developer Challenge" stehen fest. Die "Open Handset Alliance" hat die Preise für die beste Software für die kommende Smartphone-Plattform Android vergeben. Die OHA ist ein Zusammenschluss verschiedener Hard- und Softwarehersteller, die eine eigene, offene Plattform für ein vielseitiges Smartphone auf die Beine stellen wollen. Damit ist Android der Gegenentwurf zum iPhone.

Dennoch gibt es zahlreiche Gemeinsamkeiten. Neben der starken Nutzung von Geoinformationen und Bewegungssensoren sind es vor allem die unabhängigen Softwareentwickler, die das Projekt zum Erfolg bringen sollen. Der Wettbewerb zeigte, wo die Reise hingeht. Fast alle Gewinner machen exzessiven Gebrauch von der Geo-Ortung. Dabei integrieren sie diesen Dienst mit anderen Funktionen. So gibt es gleich zwei Programme in den Top 10, die es erlauben, nach Produkten zu suchen und die besten Preise in der Umgebung und im Web zu finden. Zudem kann man sogar die Strichcodes abfotografieren und die Software findet das passende Produkt automatisch.

"Life360" hat einen anderen Ansatz und soll die Sicherheit der eigenen Umgebung verbessern. So kann man wie bei einem Social Network oder Messenger mit seiner Familie oder Menschen in seiner Nähe in Kontakt bleiben. Man kann nach Hilfe fragen oder anderen Hilfe anbieten. Bei starken Erschütterungen, wie bei einem Unfall, kann die Software einen Notruf-Dialog auf den Schirm bringen um nach Hilfe zu verlangen. So soll die Software die Nachbarschaft sicherer und menschlicher machen.

"Ecorio" soll umweltbewussten Menschen bei der bewussten Fortbewegung helfen. Hier kann man den CO2-Fußabdruck seiner eigenen Mobilität messen lassen. Die Software kann auf Wunsch Vorschläge machen, wie man Fahrten umweltschonender gestalten kann und gibt konkrete Tipps. Beispielsweise kann sie Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln kalkulieren oder Fahrgemeinschaften anzeigen. Dies funktioniert sowohl für Fahrten, die man bereits gemacht hat, als auch für geplante Unternehmungen.

Der Ausblick auf die kommende Android-Software ist viel versprechend. Bei den iPhone-Apps scheint die Kombination von verschieden Schnittstellen wie der Navigation, Bewegungssensoren, Kamera und dem Internet nicht so ausgeprägt zu sein. Zudem setzt Android den Programmierern auch weniger Grenzen als Apple.

Die OHA vergab insgesamt 3,75 Millionen Dollar an die 20 Teilnehmer der Endrunde, die letzten 50 Teilnehmer des Finales hatten bereits zuvor jeweils 25.000 US-Dollar erhalten. Die Entwickler der zehn besten Programme erhielten jeweils 275.000 Dollar Preisgeld. Zehn weitere gingen mit 100.000 Dollar nach Hause.

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