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19 Millionen Deutsche noch nicht im Internet

09.07.2010 | 07:36 Uhr |

Rund 19 Millionen Deutsche sind bisher nicht im Internet angekommen.

Weil diese "Offliner" einen Anteil von 28 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren stellen, könne man in Deutschland noch nicht von einer digitalen Gesellschaft sprechen, erklärte die Initiative D21, ein Zusammenschluss von Unternehmen und Regierungsbehörden, am Donnerstag in Berlin. Größte Gruppe der "Offliner" sind ältere Frauen.

Digitale Gesellschaft 21

"Wenn wir von einer digitalen Gesellschaft sprechen, ist es unsere Aufgabe, alle auf diesem Weg mitzunehmen", sagte der Vizepräsident der Initiative D21, Alf Henryk Wulf. Dieser Prozess werde noch Jahrzehnte dauern. Dabei spielen die technischen Hürden eine immer geringere Rolle. "Viele Deutsche haben Angst vor der Nutzung des Internet, es ist ein gewisses Misstrauen vorhanden", sagte Robert Wieland vom D21-Gesamtvorstand.

So ergab die Studie, dass 16 Millionen Deutsche oder 24 Prozent der über 14-Jährigen sagen: "Wir sind nicht im Internet und haben das auch nicht vor."

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium , Hans-Joachim Otto, kündigte verstärkte Bemühungen an, die "digitale Kompetenz" in der Bevölkerung zu erhöhen, und sagte: "Gemeinsam werden wir den digitalen Graben zuschütten." Dazu gehörten auch Maßnahmen, um die Sicherheit im Internet zu erhöhen.

Die jährliche Zunahme der Internet-Nutzung fiel im vergangenen Jahr mit 2,9 Prozentpunkten geringer aus als 2009 (4,0 Punkte). Insgesamt sind jetzt 72 Prozent der Bevölkerung im Netz, doppelt so viele wie bei der ersten Erhebung der Initiative D21 vor zehn Jahren.

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