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Digitale Signatur vom Bürger kaum genutzt

01.10.2004 | 13:44 Uhr |

Die digitale Unterschrift zum Beispiel unter online abgegebenen Steuererklärungen wird von den Verbrauchern kaum genutzt.

Das hat die Unternehmensberatung Mummert Consulting in Hamburg in einer Studie herausgefunden, für die die 100 größten Städte und Landkreise in Deutschland befragt wurden.
So seien im ersten Quartal 2004 beispielsweise bei den Finanzbehörden in Berlin zwar rund 21 000 Steuererklärungen auf elektronischem Wege eingegangen. Dabei nutzten aber nur vier Nutzer die Möglichkeit, mit Hilfe der elektronischen Signatur auf den sonst notwendigen zusätzlichen Ausdruck des Formulars zu verzichten.
Das mangelnde Interesse der Bürger ist den Experten zufolge auch der Grund für die geringe Verbreitung der so genannten papierlosen Verwaltung in Deutschland. So setzen lediglich acht Prozent der Kommunen die elektronische Unterschrift ein. Als Ursache für das Desinteresse der Verbraucher gelten die verhältnismäßig hohen Anschaffungskosten für die notwendige Hardware. Bei im Schnitt zwei «Behördengängen» pro Jahr rechne sich für viele der Aufwand nicht.

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