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Digitale Spiegelreflexkameras boomen im Weihnachtsgeschäft

30.11.2005 | 14:40 Uhr |

Digitalkameras stehen auf so manchem Wunschzettel - das Kamera-Angebot entwickelt sich dabei zur Zweiklassengesellschaft.

Weihnachten naht. Und in ganz Deutschland suchen Männer gerade nach einem passenden Weihnachtsgeschenk für sich selbst. Die heißesten Favoriten im Weihnachtstrubel sind in diesem Jahr digitale Spiegelreflexkameras (DSLR, Digital Single Lens Reflex). Schon für 499 Euro bekommt der Einsteiger eine Nikon D50 ohne Objektiv, Auslaufmodelle wie die Sigma SD 10 sind zu ähnlichen Preisen zu haben. Die vordem sehr teuren DSLRs werden dadurch auch für den Foto-Anfänger erschwinglich. Ist doch mancher mit der Qualität seiner preiswerten Kompaktkamera unzufrieden und würde gerne seine alte Knipse ersetzen. Marktteilnehmer ziehen Konsequenzen: Der japanische Hersteller Olympus will weniger Kompaktkameras produzieren , zum neuen Schwerpunkt der wirtschaftlich angeschlagenen Firma wurde die DSLR gekürt.

Bereits seit Wochen hatte sich diese Neuausrichtung angekündigt, landeten doch plötzlich die teuren Bridge-Modelle Olympus C-8080 und C-7070 als Schnäppchen bei Internethändlern. Aber auch Nikon hat sich aus diesem Markt zurückgezogen und die Produktion der 8400, 8800 und 8700 eingestellt - ohne einen Nachfolger anzukündigen. Der Verdacht liegt nahe, dass diese High-End-Kameras nur den Verkauf von Einsteiger-SLRs stören würden. Und für eine Firma macht wohl ein teuer entwickeltes Produkt keinen Sinn, das nur die Verkäufe eines anderen Produktes kannibalisiert. Laut unserem Schwestermagazin Computerpartner erwartet man in diesem Jahr eine Steigerung der DSLR-Verkäufe um 200 Prozent.

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