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Digitale Verwaltung in Deutschland weltweit im Mittelfeld

11.06.2003 | 10:58 Uhr |

Deutsche Behörden spielen bei der digitalen Verwaltung (E-Government) nach den Ergebnissen einer internationalen Studie nur eine untergeordnete Rolle.

Im Ausbau digitaler Verwaltungsabläufe bewege sich Deutschland im weltweiten Vergleich nur im Mittelfeld, ergab eine am Dienstag vorgestellte Untersuchung des Technologie-Dienstleisters Accenture. Danach ist Deutschland mit dem 10. Platz im Vergleich zum Vorjahr einen Rang zurückgefallen. Den besten Verwaltungsservices im Internet erhalten Bürger in Kanada,  Singapur und den USA. Die Schlusslichter beim Aufbau digitaler Verwaltungswege bilden die Länder Portugal, Brasilien und Südafrika.     Der wesentliche Fortschritt in Deutschland bestand im vergangenen Jahr in der Umsetzung neuer und in der Erweiterung bestehender Online-Angebote sowie im Ausbau der Datensicherheit. Bis 2005 will die Bundesregierung alle internetfähigen Dienstleistungen über das zentrale Portal bund.de online verfügbar machen.     Das Projekt mache gute Fortschritte, sagte Uwe Langer, assoziierter Partner von Accenture. Bislang seien allerdings hauptsächlich Angebote zur Informationsbeschaffung, nicht aber weiterführende Dienstleistungen realisiert worden. Für den weiteren Ausbau sei nun vor allem auf kommunaler Ebene ein erhebliches Investitionsvolumen erforderlich, doch dort fehle es meist an den nötigen Geldern. Eine intensivere Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft könne hier sowohl den Kostendruck mindern als auch das nötige technologische Know-how erschließen.     Zum vierten Mal in Folge hat Accenture die Entwicklung der Online- Auftritte und die Qualität von über 200 Online-Dienstleistungen der Regierungen aus insgesamt 22 Ländern untersucht. Die Qualität der Angebote wurde nach Kriterien wie dem Umsetzungsgrad der Online- Präsenz und der Qualität der Online-Bürgerbeziehungen ermittelt.

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