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Digitale Wasserzeichen als Alternative zu DRM?

28.05.2008 | 14:58 Uhr |

Das Fraunhofer Institut für Sichere Informations-Technologie sagt: "DRM-frei muss nicht schutzlos bedeuten". Jetzt wollen die Forscher gezielt nach geschützten Dateien im Internet suchen.

Wie das Wasserzeichen funktioniert
Vergrößern Wie das Wasserzeichen funktioniert
© Fraunhofer

Das Fraunhofer Institut bietet Unternehmen eine Technologie, mit der digitale Medien signiert werden ohne den Nutzer einzuschränken. Das Ddigitale Rechtemanagement (DRM) sei ein verbraucherfeindliches Verfahren, so die Forscher aus Darmstadt. Digitale Wasserzeichen seien ein "einfach zu handhabendes und zuverlässiges Abschreckungsmittel", sagt das Institut. Bereits mehrere Verlage und Distributoren würden dieses Verfahren einsetzen. Insbesondere Hörbücher würden bereits häufig mir diesem Verfahren gesichert.

Wasserzeichen schränken die Verwendung einer gekauften Mediendatei nicht ein. Durch ein spezielles Verfahren wird die Datei dem Käufer zugeordnet. Beispielsweise kann die Kundennummer des Käufers digital in die Datei geschrieben werden, ohne dass dies einen Einfluss auf die Verwendung hat. Die Auswirkungen des Wasserzeichens seien nicht hörbar. Diese Signatur könne nicht ausgelesen werden, wenn man den Algorithmus nicht kennt und kann auch nicht entfernt werden, erklärt das Institut.

Durch die Kennzeichnung kann eine Datei eindeutig einem Käufer zugeordnet werden. "Die logische Konsequenz der Verbreitung von Audio-Wasserzeichen ist nun die Einführung aktiver Suchsysteme, auf deren Basis automatisiert Inhalte in den verschiedensten Verbreitungswegen des Internets aufgespürt werden können", sagt Patrick Wolf vom Fraunhofer Institut.

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