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Olympus E-P1: Erste Micro-Four-Thirds Systemkamera von Olympus ist Konkurrentin für Leica M8

16.06.2009 | 11:30 Uhr |

Olympus zeigt mit der E-P1 ihre erste Kamera, die das zusammen mit Panasonic entwickelte System Micro Four Third verwendet. So lassen sich äußerst kompakte Wechselobjektive an der Kamera verwenden - ganz so wie bei der Leica M8. So eignet sich die Kamera vor allem für Reportage- und Reiseaufnahmen.

Olympus EP1 Weiß mit 17-mm-Objektiv
Vergrößern Olympus EP1 Weiß mit 17-mm-Objektiv
© Olympus

An der Tradition der Halbformat-Kamera Olympus Pen, die 1959 auf den Markt kam, möchte Olympus mit der E-P1 anknüpfen, die ebenfalls ein Metallgehäuse verwendet. Die Kamera nutzt das System Micro-Four-Thirds, das bereits und passend dazu stellt Olympus zwei Objektive vor, die es auch im Kit mit der Kamera zu kaufen gibt: Das M. ZUIKO DIGITAL 17 mm 1:2,8 Pancake und das M. ZUIKO DIGITAL ED 14-42 mm 1:3,5-5,6. Per Adapter lassen sich auch Zuiko-Digital-Objektive des Four-Third-Systems nutzen.

Olympus EP1 Weiß mit 14-42-mm-Objektiv und Blitz FL-14
Vergrößern Olympus EP1 Weiß mit 14-42-mm-Objektiv und Blitz FL-14
© Olympus

Auch wenn die Kamera ein Wechselobjektiv verwendet, braucht sie nicht wie bei Spiegelreflexkameras einen Spiegel, der das Motiv zum Sucher leitet. Laut Olympus vereint die E-P1 dennoch die Qualitäten einer DSLR-Kamera mit denen einer Kompaktkamera. So lässt sich bis zu fünf Minuten in HD-Qualität filmen (1280 x 720 Pixel bei 30 Bildern pro Sekunde, AVI-Format), eine variable Tiefenschärfe soll ebenfalls möglich sein. Dabei lassen sich die Art-Filter verwenden, die man auch für Fotoaufnahmen nutzen kann. Während der Filmaufnahme kann man auch Fotografieren ohne den Filmfluss zu stören.

Die Kamera verwendet einen 12,3 Megapixel auflösenden Live MOS Bildsensor und einen eingebauten Bildstabilisator sowie einen integrierten Staubschutz. Fotoaufnahmen im RAW-Format sind ebenfalls möglich. Der neue Bildprozessor soll laut Olympus extrem hohe Verarbeitungsgeschwindigkeiten ermöglichen sowie eine professionelle Bildqualität mit ISO Werten bis 6400 bieten. So schafft sie drei Biulder pro Sekunde in der Serienaufnahme, bei RAW-Bildern bis zu 14 Fotos in Folge. Neben 20 Aufnahmemodis und diversen Art-Filtern bietet die Kamera eine digitale 3D-Wasserwaage. Interessant ist der Modus i-Auto, der automatisch die sechs häufigsten Aufnahmesituationen erkennen soll. e-Portrait soll Hautfalten bei Portraitaufnahmen glätten.

Auf der Rückseite sorgt ein drei Zoll großes Display für die Bildkontrolle. Bei der E-P1 stehen vier verschiedene Bildseitenverhältnisse zur Verfügung: 16:9, 3:2, 4:3 und ein quadratisches, das an das Mittelformat erinnert: 6:6. Das gewählte Seitenverhältnis wird direkt auf dem LCD dargestellt. Per USB verbindet man die Kamera mit den Mac, zudem hat sie eine HDMI-Schnittstelle. Ungewöhnlich für Olympus ist die Abkehr von der xD Picture Card, denn die Aufnahmen werden auf einer SD Card (SDHC-kompatibel) gespeichert.

Die E-P1 ist in zwei Farbvariationen erhältlich. Zusammen mit dem Objektiv M. ZUIKO DIGITAL ED 14-42 mm gibt es die E-P1 ab Juli für 799 Euro. Auch Zubehör bietet Olympus für die E-P1 an, außer den Objektiven den MMF-1 Adapter für Four Thirds Objektive und den MF-2 Adapter für Femdobjektive. Außerdem ist ein Aufsteckblitz erhältlich (FL-14), ein externer optischer Sucher (VF-1) und Ledertrageriemen sowie ein Taschenbody passend für beide Farbvariationen.

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