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Ricoh GXR: Kompaktkamera mit Wechselobjektiven

13.11.2009 | 16:53 Uhr |

Mit einem neuen Konzept kommt die Kompaktkamera GXR: Ricoh gibt den Wechselobjektiven nicht nur die Linsengruppe mit, sondern auch Sensor sowie Bildverarbeitungsprozessor und kreiert so eine Modulkamera.

Ricoh GXR
Vergrößern Ricoh GXR
© Ricoh

Ricoh gilt als Kamerahersteller, der seinen Modellen mindestens eine technische Besonderheit mitgibt. So konnten Käufer vor einiger Zeit beispielsweise noch mit besonders weitwinkeligen Objektiven fotografieren. Aber dies ist kein herausragendes Merkmal mehr. Nun geht Ricoh weiter und führt im kommenden Dezember 2009 eine handliche und relativ leichte Kompaktkamera mit Wechselobjektiven ein. Die GXR ist jedoch keine alltägliche Kompaktkamera, denn die Entwickler haben den Wechselobjektiven noch den Sensor sowie einen Bildverarbeitungsprozessor mitgegeben.

Damit sind Ricoh zufolge ideale Kombinationen für bestimmte Shooting-Situationen möglich wie für Portraitaufnahmen. Denn in dieser technischen Kombination lassen sich die Objektiv genau auf den Sensor abstimmen und mit dem passenden Prozessor versehen. Außerdem bietet die Schnittstelle der Kamera weitere Erweiterungsmöglichkeiten. So können sich Ricoh-Vertreter vorstellen, dass sich beispielsweise Miniprojektoren, Drucker oder Massenspeicher daran anbringen und betreiben lassen.

Die GXR mit Makromodul.
Vergrößern Die GXR mit Makromodul.
© Ricoh

Mit der GXR kommen zeitgleich zwei Objektivmodule heraus: Ein 3fach-Zoom mit dem Namen S10 24-72mm F2.5-4.4 VC, das im Modulgehäuse einen 10-Megapixelssenor (3.648 x 2.736) beherbergt. Das andere Modul trägt den Namen A12 50mm F2.5 Macro und greift auf einen 12,3-Megapixelsensor (4.288 x 2.548) des Typs CMOS zurück. Und so unterschiedlich wie die Sensoren sind auch weitere Merkmale der beiden Module. Das S10 zeichnet beispielsweise Videos mit der maximalen Auflösung von 640 x 480 Pixel auf. Das Makro-Objektiv A12 kann jedoch HD-Videos mit einer maximalen Auflösung von 1.280 x 720 Pixel speichern. Außerdem verfügt nur das S10 über einen mechanischen Bildstabilisator, der den Sensor mitbewegt.

Das Kameragehäuse beherbergt den Blitz, den 3,0-Zoll-Monitor, der mit 920.000 Bildpunkten auflöst, und einen internen Speicher mit der Größe von 86 MByte. Optional lässt sich dieser mit einer SD/SDHC-Speicherkarte erweitern. Zur Belichtungssteuerung stehen Programm-, Blenden- und Zeitautomatik sowie ein manueller Modus bereit. Außerdem lassen sich noch fünf Motivprogramme einsetzen. Die Empfindlichkeitsstufen gehen von ISO 200 bis ISO 3.200. Die Kamera speichert die Fotos als JPEG und RAW (DNG) ab, sodass sie sich im Nachhinein noch bearbeiten lassen. Der im Kamerarumpfgehäuse untergebrachte Akku betreibt das Modul A12 nach CIPA-Standard mit einer Aufladung für 320 Aufnahmen, das S10 arbeitet dagegen 410 Aufnahmen lang mit der Leistung des Energiespenders.

Ricoh gibt den Preis für die GXR ohne Modul mit 460 Euro an. Das S10 24-72mm F2.5-4.4 VC kostet 370 Euro und das A12 50mm F2.5 Macro 670 Euro.

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