921351

Diskussion um sicherstes Betriebssystem

20.04.2004 | 14:48 Uhr |

Während das Internet Storm Center at The SANS Institute vor einem möglichen "Superangriff" (super exploit) auf jüngst von Microsoft bekannt gegebene Sicherheitslücken in Windows XP warnt, diskutiert der Artikel "The Myth of the Secure Operating System" auf Technewsworld die grundsätzliche Verletzlichkeit verschiedener Betriebssysteme - und sieht dabei Mac-OS X als sicherste Bastion.

Der Bericht bezieht sich auf verschiedene Äußerungen der britischen mi2g Intelligence Unit. Diesen zufolge seien Virusattacken gegen Linux auf dem Vormarsch und hätten sogar zeitweise die Angriffe gegen Windows-Systeme übertroffen. Dennoch seien die Microsoft-Betriebssysteme nach wie vor Hauptziel bösartiger Attacken. Ein großes Problem für Windows sei, dass installierte Programme oder Updates sehr tief in das Kernelsystem eingreifen können, was bei dem auf Free-BSD-Unix und Next-OS basierenden Mac-OS X nicht ohne Weiteres der Fall ist. Apple gebe ferner Sicherheit-Updates in einem Tempo heraus, das demjenigen Microsofts kaum nachstehe. Linux als Open-Source-Projekt falle hier deutlich zurück. Eine Gefahr für Mac-OS X könne aber durchaus von Betriebssystem fremden Applikationen, also Programmen von Drittanbietern, ausgehen. Die Aussagen beruhen auf umfangreichen Auswertungen von Attacken (etwa 17.000 untersuchten) auf diverse verbreitete Betriebssysteme im Januar und Februar 2004. Eine Teilnehmerin der Gesprächsrunde namens Didio, Mitglied der so genannten Yankee Group, resümiert jedoch: "Vergesst das OS (...) jede Art von Software in einem beliebigen Netzwerk ist verletzlich und bedroht."

Info: http://www.technewsworld.com/perl/story/33293.html

0 Kommentare zu diesem Artikel
921351