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Disney entsagt dem Geschäft mit DVD-Serien

25.06.2007 | 18:05 Uhr |

Disney wird zukünftig keine Fortsetzungen seiner originalen Kinofilme auf DVD veröffentlichen. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass Steve Jobs hinter der Entscheidung steckt – unter anderem.

Steve Jobs hatte DVD-Veröffentlichungen wie „Lion King 1 1/2" und „Bambi II“ in der Vergangenheit als „peinlich“ bezeichnet. Beobachter sehen mit der Entscheidung von Disney die früheren Pixar -Manager gestärkt: Neben John Lasseter und Ed Catmull zählt dazu der größte Disney-Aktionär und Apple-Chef Steve Jobs. Die früheren Pixar-Manager, allen voran Steve Jobs, hatten die vergleichsweise niedrige Produktionsqualität der exklusiv auf DVD veröffentlichten Filme kritisiert.

Gleichzeitig trennen sich die Disney Toon Studios von ihrem Präsidenten Sharon Morill und unterstehen in Zukunft direkt den ehemaligen Pixar-Managern Lasseter und Catmull. Der Titel „Little Mermaid III“, der gerade produziert wird, soll der letzte Fortsetzungs-Film von Disney auf DVD werden.

Allerdings dürften nicht nur Qualitätsbedenken hinter der Entscheidung stecken. Das Geschäft mit Fortsetzungs-DVDs – einst äußerst lukrativ für Disney – war in letzter Zeit zusehends schwieriger geworden. Fernsehsender hatten zahlreiche Serien wie „Lost“ oder „24“ auf DVD veröffentlicht und die Konkurrenz erhöht.

Disney hatte Pixar in 2006 für rund 7,4 Milliarden US-Dollar aufgekauft. Im Rahmen der Übernahme wurde der damalige Pixar-Chef Steve Jobs zum größten Aktionär von Disney.

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