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Displayport: Apples neuer Videoanschluss

16.10.2008 | 13:25 Uhr |

Apple verwendet bei den neuen Laptops einen neuen Anschluss, den Displayport. Was steckt hinter diesem neuen Anschluss?

Bei den neuen Macbooks und dem Macbook Pro verzichtet Apple auf den bekannten (Mini-)DVI-Anschluss. Stattdessen setzt der Hersteller jetzt auf einen neuen Standard. Displayport ist noch relativ unbekannt. Es handelt sich dabei jedoch nicht um eine Eigenentwicklung von Apple, sondern um einen allgemeinen Standard. Die VESA (Video Electronics Standards Association) hat die Schnittstelle genormt. Es soll der Nachfolger für die verbreiteten DVI-Anschlüsse werden.

Was kann Displayport?

Im April 2007 wurde die Version 1.1 des Standards vorgestellt. Diese Version enthält unter anderem die Implementierung der Verschlüsselung HDCP, die bei Blu-Ray-Discs verwendet wird. Ob Apple HDCP jedoch durchgängig in die neuen Laptops integriert hat, ist noch unbekannt. Demnach ist noch offen, ob nachträglich eingebaute Blu-Ray-Laufwerke ein Bild anzeigen können.

Displayport ersetzt die bisherigen Mini-DVI-Ausgänge
Vergrößern Displayport ersetzt die bisherigen Mini-DVI-Ausgänge

Displayport ermöglicht theoretisch wie HDMI die Ausgabe eines digitalen Audiostromes. Die maximale Auflösung für externe Monitore liegt bei den Apple-Books bei 2.560 mal 1.600 Pixel. Dadurch können die neuen Laptops auch das Cinema Display mit 30 Zoll Diagonale ansteuern. Dazu benötigt man allerdings einen Adapter. Dieser kostet bei Apple 100 Euro. Displayport ist abwärtskompatibel und kann auch Displays mit VGA- und DVI-Eingang ansteuern. Zu HDMI ist es ebenfalls kompatibel.

Weniger Elektronik nötig

Apple hat mit dem LED Cinema Display einen neuen Monitor im Programm, der zu der neuen Schnittstelle kompatibel ist. Ein Vorteil von Displayport: Monitore benötigen damit keine eigene Signalverarbeitung mehr. Alle Parameter können von der Grafikkarte gesteuert werden. Dies spart teure Elektronik und das Bildsignal ist auf dem Weg zum TFT-Panel durch weniger Einfluss durch den Monitor ausgesetzt. Dies spart Produktionskosten und Platz bei Laptops und Monitoren und sorgt für ein weniger beeinflusstes Signal. Dies funktioniert jedoch nur bei Displays, die rein über Displayport angesprochen werden (Direct-Drive-Logo). Abwärtskompatible Monitore haben weiterhin eine Signalelektronik.

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