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Divx 5.2 und Apple MPEG4 im Vergleich

20.09.2004 | 16:01 Uhr |

Wozu braucht ein Mac-Anwender das Divx-Format? Kann doch jeder Mac-Anwender seine DV-Filme oder andere Videos problemlos in Apples platzsparendem Format MPEG 4 abspeichern, laut Apple ein ideales Format für CD-Publikation oder Internet. Divx hat aber einige Vorteile.

Unsere Beispielszene als MPEG4-Screenshot...
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So gibt es immer mehr DVD-Player oder tragbare Video-Player, die ein Divx-Video direkt abspielen können. Auch um mit Bekannten aus der PC-Welt ein Video auszutauschen ist das Divx-Format oft die kompatibelste Lösung. Ein kompletter Spielfilm passt auf eine preiswerte CD, im Vergleich zu S-VCD oder VCD ist die Bildqualität weit besser. Wie Tests der Macwelt und anderer Magazine zeigten, ist die Bildqualität erkennbar besser als Apples MPEG4-Codec. Ist dieser doch offensichtlich auf die Video-Größe 320 x 240 optimiert und weniger für Spielfilme oder längere Videoaufnahmen geeignet. Divx ist als funktional eingeschränkte Freeware-Version und 20 US$ teure Kaufversion zu haben. Installiert man das Programm, kann der Quicktimeplayer Filme im Divx-Format nicht nur erzeugen (encoden) sondern auch abspielen (decoden). Aktuelle Macs sollten mit dem Abspielen keine Probleme mehr haben, großformatige Divx-Filme erzeugen aber auch mit dem aktuellsten Decoder noch eine sehr hohe CPU-Last.

Für einen Vergleich der beiden aktuellen Versionen benutzen wir einen zweiminütigen DV-Film. Für einen schnellen Vergleich der beiden Codecs eignet sich dieses gering komprimierte Format wohl am besten. Einfach und bequem geht die Konvertierung mit Apples MPEG4-Codec vonstatten. Exportiert man aus iMovie oder Quicktime Pro einen Film, kann man Größe und Qualitätsstufe wählen, mehr Optionen stehen nicht zur Verfügung. Bei der Encodierung in Format MPEG4 braucht der von uns verwendete G5 mit 1,6 GHz eine Minute und 40 Sekunden, der erstellte Film hat eine Dateigröße von nur noch 19 MB. Besonders bei Flächen und bewegte Objekten werden aber recht deutliche Artefakte sichtbar. Auffällig: Bei der Auflösung 320 x 240 ist die Bildqualität recht brauchbar, größere Auflösungen sind von vergleichsweise mäßiger Qualität. Gute Bildqualität liefert auch der ältere Sorenson-Codec, der mit 2:30 Minuten Encodierzeit aber etwas länger braucht.

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