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Wasserstoff-Brennstoffzelle: Handy-Sprechzeit verdoppelt

15.01.2008 | 10:58 Uhr |

Eine Wasserstoff-Brennstoffzelle, die klein genug ist um Lithium-Ionen-Akkus zu ersetzen, hat das kanadische Unternehmen Angstrom power entwickelt. Die Zelle wurde sechs Monate in einem Motorola-Handy getestet.

Die Brennstoffzelle wurde in der Vorwoche auf der Customer Electronics Show (CES) vorgestellt und hat bereits einen sechsmonatigen Test in Motorola-Handsets hinter sich. Mit einer doppelt so hohen Laufzeit soll sie die konventionellen Akkus abhängen, hofft Angstrom Power . "Mit der wachsenden Nachfrage nach Smartphones und Multimedia-Geräten steigt auch der Bedarf an effizienten Energieversorgungslösungen, die helfen, eine 'always on'-Erfahrung zu ermöglichen", sagt Jerry Hallmark, Manager Energy System Technologies, Motorola Mobile Devices. "Motorola arbeitet mit Angstrom an der Entwicklung von Brennstoffzellen-Technologie, die den steigenden Energie-Anforderungen von Next-Generation-Geräten genügen." Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurde ein sechsmonatiger Test durchgeführt, in dem Handsets vom Typ Motorola SLVR L7 mit Angstrom-Zellen betrieben wurden. Dabei wurde laut Angstrom gezeigt, dass die Zellen eine doppelt so hohe Sprechzeit wie Lithium-Ionen-Akkus ermöglichen.

Angstrom hat weiters bekannt gegeben, dass im November 2007 die International Civil Aviation Organization ( ICAO ) neue Regulierungen geschaffen hat, die eine Verwendung der Angstrom-Zellen in Passagierkabinen von Flugzeugen weltweit erlauben werden. " Die ICAO-Regulierung betrifft keine spezifischen Risiken durch unsere Technologie, sondern garantiert, dass unsere Technologie sicher für den Lufttransport ist", betont dazu Aron Levitz, Angstrom Manager of Business Development and Marketing, gegenüber pressetext. Die Brennstoffzellen müssen dem Sicherheitsstandard IEC 62282-6-1 genügen, um ab 2009 in Passagierkabinen mitgeführt werden zu dürfen.

Einen konkreten Termin für den Marktstart der Handy-Brennstoffzellen möchte Angstrom noch nicht nennen, doch wird von einem potenziellen Markt von über einer Milliarde Einheiten pro Jahr bis 2010 gesprochen. Angesichts des möglichen Konkurrenzdrucks verbesserter Lithium-Ionen-Akkus durch Silizium-Nanodrähte stellt sich freilich die Frage, wie hoch das Potenzial zur Kapazitätssteigerung der Brennstoffzellen-Technologie ausfällt. Dies wollte Angstrom auf Anfrage von pressetext nicht kommentieren. (pte)

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