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Dresden bekommt noch eine weitere Chip-Fabrik

03.01.2007 | 10:32 Uhr |

Dresden ist bereits jetzt ein wichtiger Standort für die Chipfabrikation: AMD fertigt doch seine CPUs. Bald könnte sich aber noch ein weiterer Chiphersteller in der sächsischen Metropole niederlassen, ein britisches Unternehmen will dort nämlich Plastikchips fabrizieren lassen.

Plastic Logic
Vergrößern Plastic Logic

Dresden scheint sich immer mehr zum deutschen Silicon Valley zu entwickeln. Denn nachdem AMD dort bereits mehrere Forschungs- und Produktionsstätten besitzt, zieht es jetzt ein weiteres Hightech-Unternehmen in die sächsische Landeshauptstadt. In Dresden soll nämlich "das weltweit erste Werk zur Herstellung von Halbleitern aus Kunststoff "entstehen. Das berichtet die Financial Times Deutschland in ihrer Online-Ausgabe.

Dabei handelt es sich um das Unternehmen Plastic Logic , das seinen Sitz in Cambridge hat. Unter anderem ist der Chip-Gigant Intel an dieser Firma beteiligt. Die Anschubfinanzierung beläuft sich laut FTD auf 100 Millionen Dollar (zirka 75.3 Millionen Euro). Die englischsprachige Pressemitteilung von Plastic Logic können Sie hier nachlesen, 2008 soll die Fabrik in Dresden ihre Produktion aufnehmen.

Normalerweise werden Chips aus Silizium hergestellt. Plastikchips sind jedoch laut FTD um bis zu 90 Prozent günstiger, dafür aber weniger leistungsfähig. Solche Plastikchips dürften in relativ preiswerten Massenprodukten wie Barcodes eingebaut werden.

Dresden konnte sich als Standort gegen weltweite Konkurrenz durchsetzen. Dabei gaben unter anderem auch Fördergelder aus deutschen und EU-Töpfen den Ausschlag.

:AMD-Fabrik in Dresden: Spatenstich vor 10 Jahren (PC-WELT Online, 24.10.2006)

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