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Dropbox will Firmendaten in Deutschland speichern

11.02.2016 | 11:11 Uhr |

Der US-amerikanische Cloudspeicherdienst Dropbox kommt deutschen Kunden entgegen und speichert deren Daten zukünftig auf deutschen Servern. Damit will der Anbieter Zweifel am Datenschutz zerstreuen.

Wie Dropbox-COO Dennis Woodside der Wirtschaftswoche erklärte, will der US-amerikanische Cloudspeicherdienst zukünftig alle Daten von deutschen Nutzern auch nur noch auf Servern in Deutschland speichern. Dies sei eine Reaktion auf die Kritik vieler deutscher Nutzer, die Bedenken bezüglich der Speicherung ihrer privater Daten auf US-Servern äußerten. Auch wenn das Konzept nur für Unternehmenskunden geplant ist, soll das Prinzip später auch auf Anwender im Privatbereich ausgeweitet werden können. „Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf“, sagte Woodside.
 
Laut Golem plant Dropbox mit der Speicherung in Deutschland im dritten Quartal zu beginnen. Dies wäre das erste Mal, dass der Speicherdienst Daten außerhalb der USA speichert.
 
Weltweit hat das Unternehmen über 400 Millionen Nutzer, laut Woodside kommen jeden Monat zehn Millionen hinzu. Rund 30 Millionen der Dropbox-Anwender befinden sich im deutschsprachigen Raum, wovon rund 4.000 Unternehmen den Dienst in Anspruch nehmen. Mit der neuen Initiative versucht Dropbox, bestehende Zweifel der Unternehmen bezüglich des Datenschutzes zu beseitigen.
 
Nachdem das Safe-Harbor-Abkommen im vergangenen Oktober für ungültig erklärt worden ist, würde Dropbox mit der Datenspeicherung auf deutschen Servern vor allem „rechtliche Probleme umgehen, die beim Transfer personenbezogener Daten in die USA entsehen.“ Das derzeit geplante Nachfolgeabkommen namens „ EU-US-Privacy-Shield “ steht derzeit noch stark in der Kritik.

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