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Apple wollte angeblich Jobs-Portrait der Times verhindern

18.08.2009 | 10:26 Uhr |

Apple soll eine Zeitung gebeten haben, ein Porträt über Steve Jobs nicht zu veröffentlichen. In dem Artikel wurden die strengen Schweigeverpflichtungen der Mitarbeiter und Jobs' angebliche Sturheit angesprochen.

Steve Jobs Macworld Expo 2008
Vergrößern Steve Jobs Macworld Expo 2008

Apple hat das vom Autoren der britischen Sunday Times Bryan Appleyard verfasste Portrait über den Firmenchef Steve Jobs nicht gefallen. Wie Appleyard bestätigt, habe ein Sprecher des Unternehmens ihn persönlich angesprochen und mitgeteilt, dass Apple Portraits nicht schätze. Darüber hinaus habe sich die PR-Abteilung des Mac-Herstellers den Verleger der Times gebeten, den Artikel nicht zu veröffentlichen, auch nicht in Auszügen.

Appleyard hat in seinem Portrait sowohl positive als auch negative Stimmen über Jobs gesammelt. Besonders dürfte Apple eine Passage über die strikte interne Sicherheitsregelung aufgestoßen haben, die Appleyard mit dem mafiösen Schweigegebaren der Omerta vergleicht. Mitarbeiter könnten der Regelung zufolge bei den kleinsten Lecks über neue Produkte gefeuert werden. Ebenso schreibt der Autor über die Praxis einiger leitender Angestellter, in ihren Abteilungen bewusst falsche Informationen gegenüber als geschwätzig verdächtigten Mitarbeitern zu streuen um deren Verstöße gegen die Bestimmungen zu beweisen.

Appleyard beschreibt Jobs weiter als teilweise in persönlichen Gesprächen aufbrausend und als Narzissten - letzteres würde etwa Apples Festhalten an eigenen Ideen gegenüber Forderungen des Marktes beweisen. Apple profitiere jedoch von Jobs Perfektionismus und seinem großen Einfühlungsvermögen in die Wünsche des Endkunden. Für die Zeit nach Jobs vermutet Appleyard eine mögliche Fusion Apples mit Google, schon jetzt bestehen starke Verbindungen zwischen den Unternehmen.

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