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Drupa: Digitale Konkurrenz zu Offset-Druckern

12.05.2004 | 14:43 Uhr |

Als erste Firmen stellten 1993 Xeikon und Indigo, nun von HP einverleibt, digitale Drucksysteme vor.

Tonerbasierte Digitaldrucker erreichen Offset-Qualität

In Offset-Qualität bringen die Geräte Nexpress 2100 von Heidelberg, Indigo Press 3200 von HP sowie der der iGen 3 von Xerox die Ausdrucke zu Papier. Da die HP Indigo Press 3000 statt vier Farben gar bis zu sieben Farben verwendet, überflügelt sie gar die Qualität eines Vierfarb-Offset-Druckers. Interessant ist auch die Xeikon 5000, die neben den vier Tonern einen fünften Spezialtoner verwenden kann, ohne dass die Geschwindigkeit abnimmt. Erstmals zeigt Konica-Minolta den Bizhub PRO 1050. Diese Geräte schaffen zwischen 6300 und 8000 Farbseiten pro Stunde.
Für geringere Auflagen eignen sich der Xerox Docucolor 6060 und der Canon CLC 4000 sowie 5100, die je nach Modell von 40 bis 60 A4-Farbseiten pro Minute in das Ausgabefach befördern können. Besonders für diejenigen, die regelmäßig Druckaufträge von bis zu 400 Kopien erstellen, sind diese Drucker interessant.

HP Indigo w3200: Druckt mit vier respektive sechs Farben und druckt in einer Stunde 8000 farbige beziehungsweise 16 000 monochrome A4-Seiten.

Heidelberg Nexpress 2100: Druckt mit vier Farben und auf Wunsch mit einem fünften Spezialtoner. In einer stunde schafft der Drucker 8400 A4-Farbseiten.

Kostenvergleich

Bei Druckaufträgen von bis zu 3000 Kopien sind digitale Farbdruckmaschinen eine ernste Konkurrenz im Vergleich zu Vierfarb-Offset-Druckern. Erst darüber hinaus sind die Betriebskosten der digitalen Druckmaschinen im Vergleich zu teuer. Erheblich unterscheiden sich meist die Kosten für eine digitale Druckmaschine im Vergleich zur Offset-Druckmaschine. Die meisten Hersteller bieten die sogenannte "Klick"-Option an. Mit jedem Druck zahlt man per "Klick" an den Anbieter. Diese Kosten können die gesamten Betriebskosten, die auch den Toner beinhaltet, decken. Meist beinhalten die "Klicks" nur Wartung, Ersatzteile und Support, den Toner zahlt man zusätzlich. Heidelberg berechnet dagegen ähnlich wie bei einer Offset-Maschine bei ihren Nexpress-Systemen den Bedarf an Toner, Support und Einzelteilen nach Bedarf.

Tintendrucker etwas größer

Digitale Drucker, die Tinte statt Toner verwenden, erreichen in aller Regel nicht die hohe Druckqualität der tonerbasierten Kollegen. Dennoch gibt es für Tintenstrahldrucker einen großen Markt. So werden bereits jetzt die meisten Poster und Displays für Außenwerbung mit tintenbasierten Digitaldruckern erstellt. Hier ist besonders der Sitex Turbojet interessant, der bis zu 400 Quadratmeter Papier pro Stunde bedruckt. Die Druckqualität des 448-dpi-Druckers ist hier besonders für Fotos und Grafiken hoch, Schriften bringt das Gerät immerhin noch ab acht Punkt Schriftgröße gut zu Papier. Der Kartondruck ist eine weitere Anwendungen der tintenbasierten Drucker, die zunehmend mit dem Offset-Druck konkurriert.

Sitex Turbojet: Die sechs Tinten bedrucken in einer Stunde 400 Quadratmeter pro Stunde

Fazit

Digitale Drucker haben sich bereits bei kleinen Auflagen in der Praxis bewährt. Neue Anforderungen wie personalisiertes Drucken und Print-on-demand sind so möglich. Doch ist es ein weiter Weg, bis digitale Druckmaschinen bei der Produktion mittlerer bis hohen Auflagen eine Konkurrenz zu Offset-Maschinen werden.

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