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Durchbruch beim Quantencomputer

17.12.1999 | 00:00 Uhr |

Eigenen Angaben zufolge ist Würzburger Physikern ein enormer Fortschritt in der Entwicklung des Quantencomputers gelungen. Dem Team um Professor Laurens Molenkamp gelang es erstmals, Elektronen-Spins in einer dünnen Schicht eines II-VI-Halbleiters derart zu polarisieren, dass 90 Prozent aller Spins in die selbe Richtung zeigten. Ein Quantencomputer, der derzeit nur in theoretischen Modellen exisitiert, würde Spins einzelner Elektronen als Informationseinheiten, Qubits genannt, nutzen: Die Richtung des Spins, für die es nur die beiden Zustände "up" und "down" gibt, würde ein solcher Rechner als "0" und "1" nutzen. Der Vorteil: Da ein Quantensystem mehrere Zustände gleichzeitig annehmen kann, lassen sich langwierige Berechnungen erheblich verkürzen. Der Nachteil: Bislang funktioniert die Spinpolarisation, über die die Würzburger Physiker in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Nature berichten, nur bei Temperatuen nahe des absoluten Nullpunktes. pm

Info: Universität Würzburg, Internet: www.uni-wuerzburg.de ; Nature, Internet: www.nature.com

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