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Durchbruch für europäisches Satellitensystem Galileo

26.06.2004 | 22:41 Uhr |

Die EU hat die Weichen für den Durchbruch des künftigen europäischen Satellitennavigationssystems Galileo gestellt. Ein beim Gipfeltreffen mit den USA am Samstag in Irland unterzeichneter Vertrag sieht eine Gleichberechtigung mit dem vom Pentagon entwickelten Global Positioning System (GPS) vor.

Das Abkommen, über das seit Jahren verhandelt wurde, schafft einen einheitlichen weltweiten Standard für diese Systeme, berichteten Diplomaten. Kunden beider Systeme könnten mit einem Gerät zu beiden Satellitensystemen Zugang erhalten. Damit sei die Basis für eine weite Verbreitung gesichert.

EU-Kommissionspräsident Romano Prodi lobte die Abmachung im irischen Newmarket-on-Fergus als großen Schritt nach vorne. Die USA hatte lange befürchtet, die Sicherheit des militärischen Teils von GPS könnte durch eine Öffnung des Systems beeinträchtigt werden. Die Verhandlungen mit Washington waren äußerst kompliziert.

Nach EU-Angaben kann die Einrichtung von Galileo 150.000 Stellen in Europa schaffen. Der erste Satellit soll Ende 2005 in den Weltraum starten Galileo und von 2008 an voll funktionsfähig sein.

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