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E-Book-Prozess: Richterin Cote lässt Sammelklage gegen Apple zu

31.03.2014 | 08:00 Uhr |

Apple forderte, dass jedes von der Preisabsprache betroffene Buch eine eigene Anhörung braucht

Richterin Denise Cote vom US-Bezirksgericht für Süd-New York hat die Erlaubnis erteilt, dass Kläger gemeinsam Apple auf Schadensersatz wegen Preisabspreche mit den Verlegern klagen dürfen.

In der Begründung beschreibt Cote, dass fast alle Kläger in der Gruppe überteuerte Preise für elektronische Bücher zahlten und eine Sammelklage bestens für den nächsten Schritt geeignet ist. Gleichzeitig wies Cote auch Apples Beteuerungen ab, dass jeder E-Book-Kauf eine eigenständige Transaktion ist und eine eigene Anhörung benötigt, also die Fälle keinesfalls ähnlich genug sind, um in einer Sammelklage abgehandelt zu werden.

Apple wurde 2012 vom US-Justizministerium und 16 Staaten der USA der Preisabsprache mit fünf großen Verlagen bezichtigt und im Juli 2013 schuldig gesprochen . Alle Verlage erreichten außergerichtliche Einigungen . Apple hingegen bestand auf einem Gerichtsprozess und endete mit einer Reihe von Auflagen, wie einem internen Kartellwächter , der Apples Verhandlungen mit Verlagen überwacht und auf Einhaltung der Kartellbedingungen überprüft.

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