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E-Books: Apple wird Watchdog vorerst los

22.01.2014 | 10:35 Uhr |

Apples Einspruch gegen die Entscheidung von Richterin Denise Cote aus Manhattan hat vorerst Erfolg: Die zweite Kammer des Berufungsgerichts in New York gab dem Antrag statt, den vom Gericht bestellten Kartellwächter Michael Bromwich vorerst von seiner Aufgabe der Überwachung Apples abzuziehen.

Die Suspendierung gilt jedoch nur so lange, bis die beiden Parteien ausreichend Argumente für oder wider die Tätigkeit Bromwichs für eine weitere Gerichtsentscheidung vorlegen. Apple hatte sich seit November beklagt, Bromwich hätte seine Aufgaben zu aggressiv verfolgt und Kompetenzen so weit überschritten, dass er andere Geschäfte des Unternehmens behindere. Der Stundensatz von 1.100 US-Dollar sei anscheinend Motivation, um die Untersuchungen über das nötige Maß hinaus zu intensivieren. Das Gericht hatte Bromwich bestellt, um zu überprüfen, ob sich Apple an die Auflagen des Kartellurteils vom letzten Sommer hält. Unter anderem ist es Apple untersagt, zwei Jahre lang mit den beteiligten Verlagen über neue Vertragsbedingungen zu verhandeln.

Die Justizbehörden werden Apple wohl kaum aus der Pflicht entlassen und haben vor, bis Ende der Woche Argumente für Bromwichs weitere Ermittlungen vorzulegen. Bromwich selbst hatte argumentiert, Apple würde die Zusammenarbeit mit ihm weitgehend verweigern. So habe er kaum Gelegenheit bekommen, mit leitenden Angestellten zu sprechen. Bromwich war für ursprünglich zwei Jahre bestellt, der Ausgang des Verfahrens ist ungewiss.

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