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Kindle-Nutzer bekommen vielleicht Geld zurück

16.10.2012 | 10:13 Uhr |

Wegen illegaler Preisabsprachen sind womöglich viele E-Books zu teuer. Die Verleger müssten den Käufern in diesem Fall Geld zurückzahlen.

Wer einen Kindle von Amazon besitzt, könnte demnächst Geld zurückbekommen. Ein Gericht prüfe gerade das Angebot dreier Anbieter, die in Preisabsprachen verwickelt sein sollen, berichtet Reuters . Sollte sich der Vorwurf bestätigen, werden nicht nur die Preise bei E-Books fallen. Kunden könnten außerdem zwischen 30 Cent und 1,32 Dollar für jedes bereits gekaufte E-Book erstattet bekommen. Allerdings nur, wenn sie die E-Books zwischen April 2010 und Mai 2012 gekauft haben. Das soll Amazon Kindle-Besitzern per E-Mail am Samstag mitgeteilt haben. Mit dem zurückerstatteten Geld soll man sich neue Kindle-Bücher oder auch gedruckte Bücher bei Amazon bestellen können. Wer möchte, soll sich das Geld auch per Scheck auszahlen lassen können.

Das Urteil wird aber auch Auswirkungen auf die Preise künftig erscheinender E-Books haben. Wenn der Richter das Angebot der Beschuldigten bekräftigt, werden die E-Book-Verleger künftig weniger Spielraum beim Preis haben. Die Preise würden dauerhaft nach unten gehen, zitiert Reuters Amazon. In der Mail an die Kindle-Käufer heißt es: „Wir denken, dass die Einigungen ein großer Gewinn für die Kunden sind und erwarten niedrigere Preise für mehr Kindle-Bücher in der Zukunft.“

Ursprünglich waren fünf Verleger angeklagt und auch Apple. Die Fünf sollen zum Schaden von Amazon Preisabsprachen bei E-Books durchgeführt haben. Drei der Fünf entschieden sich zu einer außergerichtlichen Einigung, nämlich HarperCollins Publishers Inc, Simon & Schuster Inc und Hachette Book Group. Zwar behaupten sie, nichts Illegales getan zu haben. Aber um Geld für Anwälte zu sparen, hätten sie einer Einigung zugestimmt.

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