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E-Mailen mit Leopard

01.01.2007 | 00:00 Uhr |

Die Ergänzungen von Mail hinterlassen gemischte Gefühle, weil RSS-Nachrichten, Notizen und Aufgabenlisten in den Augen mancher Entwickler das E-Mail-Programm zu einem Gemischtwarenladen machen, der sehr stark an Microsoft Outlook unter Windows erinnert. Und die neuen Vorlagen für E-Mails basieren auf HTML-Seiten, mit denen man riskiert, im Filter für Werbemüll hängen zu bleiben, da Werbung oft E-Mails mit HTML-Befehlen aufpeppt.

Doch beides ist optisch ansprechend und wer – wie Steve Jobs – sein Leben mit E-Mails organisiert, wird Aufgabenlisten, Notizen und RSS-Nachrichten begrüßen. Ersteres strukturiert die Arbeit, letzteres hilft, ständig auf dem Laufenden zu sein. In der Präsentation auf der WWDC zeigte Jobs unter anderem, dass sich aus jeder Nachricht eine Aufgabe machen lässt, die man mit den üblichen Randbedingungen von Aufgaben schmücken kann; zum Beispiel mit einem Termin, dessen Nahen mit einer Warnung signalisiert wird oder mit Verbindungen zu weiteren Nachrichten, so dass man alle E-Mails, die zu einem Projekt gehören, gruppieren kann. Mail bekommt für diese Aufgaben ein neues Symbol: Ein kleines oranges Häkchen, das links neben den Nachrichten in der Spalte mit den Postfächern eingeblendet wird. Mail ist damit das erste Programm, das von Haus aus eine neue Programmierschnittstelle unterstützt, die systemweites Projekt- und Aufgabenmanagement ermöglichen soll.

Notizen sind eine Erweiterung der heute schon vorhandenen Entwürfe. Notizen dürfen Bilder, Texte und Dateien im Anhang enthalten; sie werden zwar zuerst lokal gespeichert, doch wer mit dem Internet verbunden ist, kann sie von Mail als normale E-Mail verschicken. Wie die Aufgabenlisten erhalten Notizen ein eigenes Symbol: Ein gelbes liniertes Blatt, das an den in USA üblichen Notizblock erinnern soll.

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