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E-Plus will Netz für Datendienste aufrüsten

12.09.2007 | 10:14 Uhr |

Der Mobilfunkbetreiber E-Plus will sein Netz in den kommenden Jahren für Datendienste aufrüsten. Geplant seien für 2008 Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe, sagte Vorstandschef Thorsten Dirks in Berlin.

Mit der Aufrüstung des Netzes mit dem schnellen HSDPA-Standard will die Tochter des niederländischen Telekomkonzerns KPN die Grundlage für schnelle mobile Internetverbindungen schaffen. Dirks erweitert den Fokus der Gesellschaft, die sich bislang vor allem auf Sprachdienste und SMS-Kurzmitteilungen konzentriert hatte.

E-Plus folgt damit den Schwergewichten T-Mobile und Vodafone D2. Beide Unternehmen haben ihr Netz in den Ballungsgebieten mit HSDPA aufgerüstet, der Datenübertragungen in DSL-Geschwindigkeit erlaubt. Die Düsseldorfer E-Plus hatte bereits Ende der neunziger Jahre mit i-Mode versucht, ihren Umsatz mit Datendiensten zu erhöhen. Allerdings scheiterte das Projekt, was Dirks damit begründete, dass der Markt noch nicht reif dafür gewesen sei.

Aus Sicht von Dirks, der seit Ende Januar 2007 Chef des nach Umsatz viertgrößten Mobilfunkanbieters ist, ist sein Unternehmen bei der Netzqualität auf Augenhöhe mit den Marktführern angekommen. Dafür habe E-Plus seit 2005 massiv in die eigene Infrastruktur investiert. Er räumte allerdings ein, dass es noch zu Netzstörungen komme, da sich die Nutzung deutlich erhöht hat. Einen Einstieg in das Festnetzgeschäft lehnte Dirks weiter ab. E-Plus stehe nicht vor dem Kauf eines Unternehmens, erteilte er Spekulationen um einen Kauf von Freenet <FNT.ETR> eine Absage. Diese waren aufgekommen, nachdem der Mutterkonzern KPN das belgische Festnetzgeschäft von Tele2 übernommen hatte. Freenet hat sich selbst zum Verkauf gestellt und auch eine Aufspaltung in eine Festnetz- und eine Mobilfunksparte in Aussicht gestellt. Dirks begründete die Zurückhaltung im Festnetzgeschäft mit dem harten Wettbewerb vor allem auf dem Breitbandmarkt. Im Mobilfunk gebe es höhere Margen, sagte er. E-Plus bietet seine Dienste allerdings Festnetzanbietern wie Versatel an, die damit Bündel von DSL-Anschluss und Handy anbieten können. (dpa)

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