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EA auf der Suche nach neuen Käufergruppen

22.08.2007 | 16:34 Uhr |

Spielentwickler Electronic Arts (EA) will breitere Käuferschichten ansprechen. Das Unternehmen hat den jüngsten Trend zu Casual Games verpasst, den Erfolg der Nintendo-Konsolen DS und Wii haben die Manager anfangs unterschätzt.

© Electronic Arts

„Wir müssen lernen, uns mehr an neue Zielgruppen anzupassen, das üben wir gerade", sagte der EA-Deutschlandchef Thomas Zeitner in der Mittwochsausgabe der Financial Times Deutschland (FTD). Den Erfolg der Nintendo-Konsolen DS und Wii haben die EA-Manager nicht erwartet, obwohl gerade diese Konsolen von Kunden erworben werden, die bisher keine Videospiele genutzt haben.

Schlecht sieht die Bilanz des Unternehmens auch im Bereich der Online-Rollenspiele aus. Während Blizzard Entertainment mit seinem Spiel „World of Warcraft“ stattliche Profite einfährt, hat EA keinen erfolgreichen Online-Titel im Programm.

„Wir investieren mehr in Nintendo als wir es je getan haben“

Im April wurde der Chef des Unternehmens, Larrry Probst, durch John Riccitiello abgelöst. Riccitiello organisierte EA um und möchte vor allem mehr Spiele für Einsteiger anbieten. Man investiere derzeit mehr in Nintendo als man es je getan habe, sagte EA-Manager Gerhard Florin der FTD.

Zudem soll eine Ausgabe von „Big Brother“ in Polen das Unternehmen bekannt machen. Mit Hilfe einer Software von EA sollen Zuschauer der Sendung als Avatare mit den Bewohnern des Containers in Kontakt treten. Das Unternehmen sieht weltweit große Marktchancen: "Wir denken, dass es potenziell zwei Milliarden Nutzer gibt, die man mit interaktiven Inhalten begeistern kann", sagte Florin der FTD.

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