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EU-Abgeordneter: Steuernachforderung für Apple auch in Deutschland

31.08.2016 | 13:06 Uhr |

Dreizehn Milliarden Euro sind eine happige Summe selbst für Apple. Jetzt werden die Stimmen in anderen Ländern zu der Causa laut.

Laut der gestrigen Entscheidung der Europäischen Kommission muss Apple 13 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen an Irland nachzahlen. Prompt antwortete Tim Cook auf Apples Webseite : "Die EU-Forderung entbehrt jeglicher rechtlichen und tatsächlichen Grundlage." Was wohl gestern in den sämtlichen Auswertungen und Kommentaren untergegangen ist, war die Anmerkung von Margarethe Vestager zu den möglichen Auswirkungen: Irland muss ausrechnen, wie viel Zinsen genau auf die Summe von 13 Milliarden Euro anfallen. Auch kann sich die Ausgangssumme der Nachzahlungen für Irland verringern, wenn andere EU-Mitgliedsstaaten ähnliche Forderungen an Apple stellen.

Nun ist ein Europa-Abgeordneter der Grünen, Sven Giebold, einen Schritt weiter gegangen. In einem Kommentar gegenüber Deutschlandfunk will der Grünen-Politiker , dass auch in Deutschland eine Nachzahlung, unter anderem von Apple, geprüft werden könnte. Er wundere sich über das Schweigen von Bundesfinanzminister Schäuble in der Angelegenheit, so Deutschlandfunk weiter. Nach Auffassung von Giebold sind solche Schritte notwendig, um das Vertrauen der Bürger in Europa wieder zurück zu gewinnen.

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