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EU-Kommissarin lobt Web 2.0

05.12.2006 | 10:29 Uhr |

Die EU-Kommissarin für Medien und Informationsgesellschaft Viviane Reding hat sich positiv zum Web 2.0 geäußert. Blogs, Wikis oder Peer-to-Peer-Netzwerke beeinflussen nach ihrer Meinung die Entwicklung der Informationsgesellschaft.

Durch die Dienste werde es ihrer Meinung nach einfacher, an der Produktion und Verbreitung von Wissen teilzunehmen, sagte Reding laut einer Meldung von heise.de. Gleichzeitig wandte sich die Kommissarin gegen eine Zensur des Internets: "Das Internet ist frei und muss frei bleiben."

Reding wies allerdings auf die zunehmenden Urheberrechtsverletzungen auf Social-Networking-Plattformen hin. Viele Jugendliche würden nicht bedenken, dass es auch um das Überleben von Künstlern ginge. Die kreative Weiterverwendung von vorhandenem Material in Form von Sampling oder Mashups sollte aber straffrei sein.

Aktuelle Digital-Rigths-Management-Systeme der Industrie kritisierte die Kommissarin. Der Zune-Player von Microsoft sei nicht kompatibel mit Apples iPod, da stelle sich die Frage, ob die Verbraucher im Zentrum derartiger Geschäftsmodelle stehen würden. Reding forderte, dass alle Jugendliche von den Web-2.0-Technologien profitieren und Zugang zu einem schnellen Internetzugang haben sollten.

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