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EU-Kommission durchleuchtet iPhone-Vertrieb

27.05.2013 | 13:47 Uhr |

Hat Apple beim Verkauf des iPhone gegen die EU-Wettbewerbsregeln verstoßen? Die Kommission befragt dazu nun Mobilfunkprovider über Apples Verkaufspraktiken.

Nutzt Apple seine Vormachtstellung im europäischen Smartphone-Markt aus, um über strenge Verträge mit den Mobilfunkprovidern seine Konkurrenten zu behindern? Die Europäische Kommission scheint jedenfalls in diese Richtung zu tendieren. Einem Bericht der Financial Times zufolge habe die Kommission den europäischen Telekommunikationsunternehmen einen jeweils 9 Seiten umfassenden Fragebogen zukommen lassen, der bis zum 17 Juni zu beantworten ist. Die Fragen drehen sich laut dem Bericht primär darum, ob Apple den Providern eine Mindestabnahme an iPhones vorgibt, bei den Marketing-Budgets mit spricht oder sich vertraglich immer die höchsten Gerätesubventionen vom Provider zusichern lässt. Daneben fragt die Kommission auch nach Praktiken, mit denen bestimmten Providern bestimmte Funktionen wie beispielsweise die LTE-Funktionalität des iPhone 5 vorenthalten werden kann.

"Der Kommission liegen Informationen vor, die auf Vertriebsvereinbarungen zwischen Apple und den Providern hindeuten, durch die andere Smartphone-Hersteller womöglich aus dem Markt gedrängt werden können", heißt es im Fragebogen. Ob man Apple angesichts des großen Absatzes von Konkurrenzgeräten wie dem Samsung Galaxy S4 jedoch wirklich eine Marktführerschaft nachweisen kann, darf bezweifelt werden. Andererseits könnte eine umfangreiche Beantwortung der Fragen durch die europäischen Telekom-Konzerne interessante Aufschlüsse über den iPhone-Vertrieb geben.

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