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EU-Kommission hört Mitgliedsstaaten zu Time-Warner-AOL/EMI

28.09.2000 | 00:00 Uhr |

Die EU-Kommission hat am Mittwoch in Brüssel die 15 Mitgliedstaaten der Union zu den beabsichtigten Fusionen AOL/Time-Warner und Time-Warner/EMI befragt. Nach dem - für die Kommission nicht bindenden - Votum werde er seinen Vorschlag für eine endgültige Entscheidung unterbreiten, kündigte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti an.

Monti ließ offen, wann die Kommission mit ihren 20 Mitgliedern ihre Beschlüsse fällen wird. Bei EMI/Time-Warner hat sie bis zum 18. Oktober Zeit, bei AOL/Time-Warner bis zum 24. Oktober. Üblicherweise werden die Entscheidungen jedoch früher getroffen.

Brüssel hat vor allem bei der "kleinen Fusion" zwischen EMI und Time-Warner zum größten Musikkonzern der Welt erhebliche Vorbehalte, da eine Dominanz einiger weniger Konzerne in der Musikbranche befürchtet wird. Monti äußerte sich nicht dazu, ob die EU-Kommission dieses Vorhaben ablehnen wird - darüber wird seit längerem spekuliert. dpa/ab

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