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EU-Kommission nimmt Apples „Steuer-Tricks“ unter die Lupe

30.09.2014 | 08:12 Uhr |

Um Steuern zu sparen, haben Apple und andere Unternehmen Schlupflöcher in Irland genutzt. Genau diese schaut sich die EU-Komission nun einmal genauer an, Nachzahlungen in Milliardenhöhe sind möglich.

In Irland unterhält Apple eine Tochter-Firma, die Zahlungen aus Patentlizenzen erhält. Auf diese Zahlungen wiederrum zahlt Apple lediglich 12,5 Prozent Steuern. Eigentlich wäre Apple verpflichtet, in den USA 35 Prozent steuern zu zahlen. Dies wäre also Trick Nummer 1, mit dem das Unternehmen aus Cupertino viele Steuern spart.

Auch das Umleiten der Umsätze über Irland, die Niederlande und anschließend auch noch über die Karibik ist ein Trick, um Steuern zu sparen. Viele dieser Praktiken werden von zahlreichen Unternehmen, besonders US-amerikanischen Firmen, angewandt. Legal ist die Sache zwar schon, allerdings ist die Europäische Kommission der Ansicht, dass diese Steuer-Deals eine „unzulässige Beihilfe“ sein sollen, bei der es um den Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union geht. Den Behörden zufolge sollen diese Deals zwischen der irischen Regierung und Apple den Wettbewerb verzerren.

Im schlimmsten Fall müsste Apple demnach mehrere Milliarden Euro Steuern nachzahlen und würde oben drauf auch noch zahlreiche Strafzahlungen aufgebrummt bekommen. Bis solch eine Entscheidung gefällt wird, dürfte aber noch eine ganze Weile vergehen, da Apple schlussendlich auch noch über den Europäischen Gerichtshof gegen diese Entscheidung vorgehen kann.


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