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EU-Kommission verlangt niedrigere Festnetz-Gebühren in Deutschland

13.08.2013 | 07:36 Uhr |

In einer Mitteilung an die Bundesnetzagentur in Deutschland verlangt die EU-Kommission die Anpassung der Preise für die Festnetz-Gespräche.

Die Europäische Kommission hat in einem Verfahren festgestellt, dass die Zustellungsgebühren in Deutschland fast das Dreifache dessen betragen, was in anderen Mitgliedsstaaten üblich ist. Die Zustellungsgebühren sind die Entgelte, die sich die Netzanbieter gegenseitig für die Anrufzustellung zwischen den Netzen berechnen. Derzeit betragen diese Tarife in Deutschland zwischen 0,0025 EUR/Min (Nebenzeiten) und 0,0036 EUR/Min (Hauptzeiten). In den restlichen Mitgliedsstaaten, so die Kommission, betragen die Zustellungsgebühren rund 0,001 EUR/Min.

Grund für diese Unterschiede ist eine andere Berechnungsmethode der Tarife, die die Bundesnetzagentur anwendet. Die Europäische Kommission sieht diese Methode unzureichend begründet und befürchtet, dass diese zusätzlichen Kosten an die Endkunden weitergereicht werden. Zudem sieht die Kommission den Wettbewerb in Europa behindert, da der Unterschied zu Lasten der Betreiber und der Verbraucher in den Mitgliedsstaten fällt. Die Europäische Kommission empfiehlt der Bundesnetzagentur, ihre Berechnungsmethode an die übliche in der EU anzupassen. Erfolgt dies nicht, erwägt die Kommission geeignete rechtliche Schritte.

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