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EU-Kommission will DVB-H als Standard für Handy-TV

15.03.2007 | 16:21 Uhr

Die EU-Kommission will einen einzigen gemeinsamen Standard für Handy-TV in Europa durchsetzen.

© EU Kommision

Dabei gehe es um das in Europa entwickelte Format DVB-H, sagte EU-Medienkommissarin Viviane Reding am Donnerstag auf der Computermesse CeBIT in Hannover. Ein einheitlicher Standard sei notwendig, um die gemeinsamen Marktchancen im vereinten Europa zu nutzen, betonte Reding. DVB-H konkurriert derzeit beim Aufbau der Infrastruktur für Fernsehen unterwegs mit dem aus Korea stammenden Format DMB.

Reding: Industrie verlangt einheitlichen Standard

«Aus der Industrie bekomme ich immer zwei Sachen zu hören. Erstens: Wir brauchen einen gemeinsamen Standard, um von Größeneffekten profitieren zu können. Zweitens: Wir können uns aber auf keinen gemeinsamen Standard einigen», sagte Reding. «Jemand muss es in die Hand nehmen. Und wenn ich es sein muss, werde ich es tun.» Als nächstes Großereignis, das mobilem TV einen Schub geben könnte, sieht Reding die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2008. «Bis dahin müssen wir Nägel mit Köpfen machen.»

Der Markt sei wichtig: Nach Schätzungen werde er in drei Jahren ein Volumen von zwölf Milliarden Euro erreichen. «Wir haben keine Zeit, abzuwarten», so Reding. In einer Umfrage der Kommission hätten sich 17 Länder für DVB-H ausgesprochen, 5 EU-Mitglieder würden auch den koreanischen Standard DMB unterstützen. Einige hätten sich noch nicht geäußert. (dpa/mst)

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