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EU-Kommission will Roaming-Gebühren schrittweise abschaffen

11.09.2013 | 10:49 Uhr |

Die EU-Kommission will die Extra-Gebühren für Handy-Telefonate im Ausland schrittweise abschaffen. Telekomfirmen in der EU sollen von Sommer 2014 an freiwillig auf die Berechnung höherer Preise für das sogenannte Roaming verzichten.

Dies verlautete am Dienstag aus Kommissionskreisen in Brüssel. Dafür seien Anreize geplant. Von 2016 an sollen Kunden nach dem Willen der EU-Kommission im europäischen Ausland zu denselben Preisen wie zuhause telefonieren können. Ein Reformpaket für den Telekommarkt will EU-Digitalkommissarin Neelie Kroes am Mittwoch vorlegen. Die Telekombranche kritisiert die Pläne heftig. Der Vorschlag benötigt die Zustimmung von Europaparlament und den EU-Staaten.

Roaming

Das Wort "Roaming" stammt aus dem Englischen und bedeutet in etwa umherwandern. In der Welt der Telekommunikation wird damit die Möglichkeit beschrieben, auch in ausländischen Mobilfunknetzen zu telefonieren, angerufen zu werden oder Daten auszutauschen. Für die Weiterleitung etwa der Gespräche verlangen die Anbieter Gebühren. Die EU-Kommission setzt sich seit Jahren für niedrigere Preise ein und hat die Kosten für Telefonate im EU-Ausland schon erheblich reduziert. Vor allem bei Datenübertragung können aber immer noch beträchtliche Summen anfallen. (dpa/mje)

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