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Microsoft droht erneut eine Strafe in Millionenhöhe

25.10.2012 | 09:39 Uhr |

Aufgrund der fehlenden Browser-Auswahl in Microsofts Windows-7-Betriebssystem könnte dem Konzern nun eine Strafe in Höhe von zehn Prozent seines Jahresumsatzes drohen.

Trotz dass Microsoft der EU-Kommission die Zusage gemacht hatte, in seinen Windows-Betriebssystemen künftig eine Auswahl von mehreren Browsern zur Verfügung zu stellen, brach der Konzern im vergangenen Jahr mit diesen Vorgaben. Schuld an den fehlenden Browser-Alternativen in Windows 7 sei ein technischer Fehler gewesen, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme. Die EU ließ sich von den Unschuldsbeteuerungen jedoch nicht beeindrucken und leitete im Juli ein neues Kartellverfahren gegen Microsoft ein.

Nach einer eingehenden Prüfung wurde dem Redmondern Konzern heute ein Brief mit den Beschwerde-Punkten der EU-Kommission übergeben. Microsoft hat nun Zeit, Stellung zu beziehen und kann hierfür auch eine mündliche Anhörung beantragen. Sollte es dem Unternehmen nicht gelingen, die EU mit Argumenten zu überzeugen, könnte Microsoft eine Strafe in Höhe von bis zu zehn Prozent seines Jahresumsatzes drohen. 2011 setzten die Redmonder ganze 73,7 Milliarden US-Dollar um.

Bereits im Dezember 2009 hatte sich Microsoft gegenüber der EU-Kommission zur Einführung eines Auswahlfensters mit Internet-Explorer-Alternativen verpflichtet. Mit der Auslieferung des Windows 7 Service Pack 1 im Februar 2011 verschwand dieses jedoch wieder aus dem Betriebssystem. Behoben wurde der angebliche technische Fehler jedoch erst im Juli 2012.

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