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EU gegen Microsoft

14.11.2001 | 00:00 Uhr |

München/dpa- EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti pocht auch nach der vorläufigen Einigung im amerikanischen Microsoft- Prozess auf eine unabhängige Entscheidung der Brüsseler Wettbewerbshüter. Im Zuge des EU-Kartellverfahrens gegen Microsoft dementierte Monti jedoch Differenzen mit den US-Behörden. Die Entscheidung der amerikanischen Kollegen sei für das europäische Verfahren ein "Leitstern", sagte Monti am Mittwoch in New York. Dennoch sei es verfrüht zu sagen, inwieweit eine vom US- Justizministerium angestrebte außergerichtliche Einigung den europäischen Fall beeinflussen werde.

Das US-Justizministerium hatte im Prozess um Wettbewerbsverletzungen des Softwaregiganten in den USA auf eine schnelle außergerichtliche Einigung gedrängt. Unterdessen haben sich jedoch mehrerer US-Bundesstaaten geweigert, eine entsprechende Vereinbarung zu unterzeichnen und bestehen auf schärferen Auflagen. Noch in dieser Woche will Microsoft jetzt den EU-Wettbewerbshütern eine Verteidigungsschrift vorlegen. (dpa)

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