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Europäische Internet-Sicherheitsübung ohne große Probleme

11.11.2010 | 07:30 Uhr |

Die Behörden europäischer Länder haben die Kommunikation im Fall großer Internet-Ausfälle etwa durch einen Hacker-Angriff geübt.

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"Dabei ist nichts aufgetaucht, was Anlass zur Sorge gibt", sagte der Chef der zuständigen Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit (ENISA), Udo Helmbrecht, am Mittwoch in Berlin. Es seien aber auch Schwächen deutlich geworden. So habe es sprachliche Hürden gegeben - aber auch Unklarheit darüber, welche Behörde in welchem Land zuständig ist. Bei einem nächsten Test sollte auch die Telekommunikations-Industrie eingebunden werden, sagte Helmbrecht.

Für den Test hatten sich Vertreter von 22 Ländern in einem Raum in Athen versammelt. Ziel war, die Kommunikation zwischen nationalen Behörden im Fall von Internetausfällen zu testen: "Wen muss ich anrufen, wer spricht mit wem?", erläuterte Helmbrecht. Insgesamt seien 320 Einzelfälle durchgespielt worden. "Die Kommunikation hat funktioniert", sagte Helmbrecht, ein früherer Präsident des deutschen Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Zugleich räumte er ein, dass die europäische Zusammenarbeit bei der IT- Sicherheit sich erst langsam entwickele. "Wir stehen noch ganz am Anfang."

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