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EU spricht mit Apple und Google über Freemium-Apps

28.02.2014 | 07:07 Uhr |

Inn-App-Käufe können sinnvoll sein - doch einige App-Entwickler ziehen damit vor allem Kindern gewaltig Geld aus der Tasche. Europäische Verbraucherschützer sorgen sich.

Die EU-Kommission untersucht an diesem Freitag Verbraucherschutzaspekte von In-App-Käufen und befragt dazu Vertreter von Apple und Google. Insbesondere als gratis zum Download angebotene Spiele machen Verbraucherschützern in Dänemark, Italien und Großbritannien Sorgen, da sie Kinder und auch Erwachsene dazu verleiten, übermäßig viel Geld für In-App-Käufe auszugeben. Mehr als die Hälfte der in Europa angebotenen Online-Spiele seien gratis, die meisten davon hätten aber versteckte Kosten. "Die Verbraucher zu täuschen ist mit Sicherheit ein schlechtes Geschäftsmodell und widerspricht dem Geist der Verbraucherschutzregeln der EU," beklagt sich Justiz-Kommissarin Viviane Reding gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters . Von der App-Industrie erwarte die Kommission präzise Antworten auf ihre Fragen, wie Verbraucher vor Abzocke geschützt werden können. In den nächsten fünf Jahren werde der App-Markt in der EU auf ein Volumen von 63 Milliarden Euro wachsen, rechnet die EU-Kommission vor. Im Jahr 2011 hätten allein Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, den Niederlanden, Belgien und Italien 16,5 Milliarden Euro für Apps ausgegeben.

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