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EU will Lizenzierung von Musik erleichtern

11.07.2013 | 06:16 Uhr |

Anbieter von Musikdiensten sollen es in der EU bald leichter haben, paneuropäische Lizenzen zu erwerben.

Der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments hat einen Gesetzesvorschlag erarbeitet, der die europaweite Lizenzierung von Musik vereinfachen soll. Mussten Anbieter von Musikvertrieben wie Apple oder Spotify bisher in jedem Land extra mit den Verwertungsgesellschaften verhandeln, sollen Lizenzen nach Verabschiedung des Gesetzes länderübergreifend erteilt werden können. Apple hatte vor gut zehn Jahren seinen iTunes Store erst nach und nach außerhalb der USA etablieren können, erst im Sommer 2004 ging er zunächst in Deutschland, Frankreich und Großbritannien an den Start. Der Erweiterung iTunes Radio könnte ein ähnliches Schicksal blühen. Mit iOS 7 wird der Streamingdienst im Herbst in den USA an den Start gehen, in Europa muss Apple noch die Konditionen aushandeln und hat iTunes Radio erst "zu einem späteren Zeitpunkt" versprochen. Im Gesetzesentwurf steht zudem, dass die Verwertungsgesellschaften auch die Repertoires kleinerer und weniger populärer Anbieter zu den gleichen Konditionen lizenzieren müssten. Ebenso solle die Ausschüttung der eingesammelten Gebühren nun innerhlab von drei und nicht wie bsiher innerhalb von zwölf Monaten geschehen.

"Einfache und transparente Lizenzierung von Urheberrechten bedeutet mehr Angebote, die Kunden leichter online erreichen könnten," lobt die Ausschussvorsitzende Marielle Gallo den Entwurf.

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