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EU will Roaming-Gebühren im europäischen Ausland abschaffen

17.06.2013 | 09:26 Uhr |

Während das mobile Telefonieren und Surfen, sowie das Schreiben von SMS innerhalb Deutschlands ziemlich günstig geworden ist, fallen im Ausland immer noch hohe Gebühren an. Das soll sich im EU-Raum bald ändern.

Gerade in der Urlaubszeit kommt das Thema Roaming-Gebühren immer wieder auf den Tisch. Für viele Urlauber kann die Mitnahme des Smartphones noch immer schnell zur Kostenfalle werden. Bereits in den letzten Jahren hat die EU die Mobilfunk-Anbieter dazu angehalten, die Gebühren für das Roaming deutlich zu reduzieren. Dabei legte die EU immer wieder neue Kostengrenzen für Gesprächsminuten und SMS-Nachrichten fest.

In diesem Sommer wird wieder über das Thema diskutiert. Bei der EU gibt es nun offenbar Bewegungen, die deutlich drastischer ausfallen könnten, als in den Jahren zuvor. Diesmal könnte es nicht einfach nur zu einer weiteren Senkung der Minutenpreise kommen. Man spricht sogar von einer kompletten Abschaffung der Roaming-Gebühren für das europäische Ausland. Die Abschaffung soll sowohl die Abrechnung der Gesprächsminuten als auch die SMS- und Datenvolumen-Kosten betreffen. Ein entsprechender Entwurf wurde bereits von der EU-Kommission abgesegnet und könnte ab 1. Juli 2014 in Kraft treten.

Damit könnten Smartphone- und Tablet-Besitzer ihre mobilen Endgeräte gewohnt wie zu Hause verwenden. Mit großen finanziellen Einbußen für die Mobilfunkanbieter rechnet die EU nicht. Im Raum stehen Gewinnsenkungen von rund zwei Prozent. Auf Dauer könnten die Netzbetreiber aber sogar von der Abschaffung der Roaming-Gebühren profitieren, da die Kunden ihre Geräte auch vermehrt im Ausland nutzen würden.

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