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Edward Snowden lobt Apple für seine Sicherheitspolitik

18.06.2015 | 13:14 Uhr |

Auf der Sicherheitskonferenz Challengers 2015 hat sich auch per Video-Chat Edward Snowden aus Moskau eingeschaltet und einige Fragen beantwortet

Der Tech-Crunch-Journallist Josh Constine hatte bei dieser Video-Schaltung nach Barcelona seine Frage an Snowden stellen können und bezog sich dabei auf die aktuelle Tendenz zu mehr Privatsphäre bei Apple. Auf der WWDC 2015 hat nämlich Craig Federighi bei der Vorstellung der neuen Siri-Version behauptet , Apple wolle nicht an die Daten der Nutzer. Zudem hat Tim Cook gegen Google gewettert: "Wir denken nicht, dass die kostenlosen Dienste das Data-Mining wert sind". Snowden wurde gefragt, ob er Tim Cook glaube, und ob Apple sich daran halten werde.

"Es ist momentan unerheblich, ob Tim Cook seine Aussage ernst nimmt oder nicht. Was wirklich eine Rolle spielt, ist, dass Apple das Business-Modell erkannt hat, sich von den Wettbewerbern wie Google in Sachen Privatsphäre zu unterscheiden. "Wir sind nicht im Geschäft der Informations-Sammler und -Verkäufers, wir verkaufen einfach die besten Geräte." - wenn er Apple tatsächlich in diese Richtung lenkt, ist es auch gut für die Privatsphäre und für den Endnutzer," so Snowden. 

Nach seiner Meinung soll die Gemeinde die Hersteller unterstützen, die zur Innovationen bereit sind. "Wenn sie statt Datensammlung und -Verkauf zu den eigenen Nutzern stehen und denen geben, was sie wollen; wenn sie die eigenen Geräte nicht mit Datenverkauf subventionieren, weil sie (die Geräte) tatsächlich die Wettbewerber ausstechen, das sollen wir unterstützen", meint Snowden.

"Selbst wenn Apple von dieser Position in der Zukunft abkehrt, ist der Schaden größer, weil dies als ein Verrat, ein Bruch des Versprechens an die Kunden ist. Aber was Tim Cook als Apple-CEO bis jetzt getan hat, würde ich gerne glauben, dass er diese Strategie auch fortsetzen wird; er wird dieses Versprechen halten," schließt Snowden ab.

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