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Ehemaliger Anobit-CEO erklärt Druck bei Apple mit "Nah-Tod-Erfahrung"

10.01.2013 | 15:42 Uhr |

Einen Einblick in die Unternehmenskultur bei Apple gibt der ehemalige Chef des von Apple vor zwei Jahren übernommenen Herstellers Anobit.

Ariel Maislos, ehemaliger CEO des von Apple im Frühjahr 2011 übernommenen Herstellers von Flash-Controllern Anobit, plaudert bei ZDnet aus dem Nähkästchen über seine Erfahrungen als ehemaliger Apple-Angestellter und vergleicht den in Cupertino auf die Angestellten ausgeübten Druck mit den Zuständen bei Intel. "Intel ist voller Paranoider, aber bei Apple sind "sie" wirklich hinter dir her," spricht der ehemalige Apple-Angestellte über seine Zeit nach der Eingliederung Anobits. Bei Apple müsse man "ständig rennen, um nicht zurückzufallen", bei Intel hingegen erwarte niemand von den Angestellten, dass sie fantastisch seien. Maislos führt die Unternehmenskultur bei Apple auf die "Nah-Tod-Erfahrung" zurück, die Apple unmittelbar vor dem Comeback von Steve Jobs hatte. Der Gründer habe den Druck auf die Angestellten nach seiner Rückkehr enorm erhöht, um Apple mit herausragenden Produkten vor dem Bankrott zu bewahren. Intel habe zwar auch seine Krisen erlebt, habe sich aber immer wieder erholt. Es bestehe für das Management des Chip-Herstellers, der bereits 2010 in Anobit investiert hatte, daher kein Grund, besonderen Druck auf Mitarbeiter auszuüben. Bei Apple könne und wolle sich niemand vorstellen, dass die Firma scheitere, so dass das Management auf höchste Qualität seiner Belegschaft achte. Apple sei extrem auf seine Ziele konzentriert und dort zu arbeiten sei für Maislos eine "großartige Erfahrung" gewesen.

Diese Fokussierung unter höchstem Druck ist wohl auch einer der Gründe für das schlechte Image des verstorbenen CEO Steve Jobs bezüglich seiner Mitarbeiterführung. In einem Interview mit CBS hat jedoch kürzlich der Chef der Designfirma David Kelley seinen langjährigen Freund verteidigt. Jobs sei keineswegs "bösartig" gewesen, sondern wollte nur "Dinge erledigt haben".

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