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Ehemaliger Apple-Vizepräsident in den Vorstand von Parallels aufgenommen

20.07.2012 | 13:42 Uhr |

Bertrand Serlet ist nach seiner Kündigung bei Apple doch nicht in den Ruhestand gegangen. Unmittelbar danach hat er eine Firma für Cloud-Dienste gegründet. Seit kurzem engagiert er sich bei einem noch geheimen „Projekt für mobile Plattformen“ bei Parallels.


Bertrand Serlet war als langjähriger Senior Vice President bei Apple zuständig für die Entwicklung von Mac-OS X. Bei Apple hat er fast 22 Jahre gearbeitet, an der Seite von Steve Jobs hat Serle auch bei Next mitgewirkt. Berühmt-berüchtigt sind seine Vorträge auf der WWDC mit dem starken französischen Akzent.


Bertrand Serlet verabschiedete sich im März 2011 von Apple   und kündigte an, sich mehr auf die Wissenschaft konzentrieren zu wollen. Offensichtlich haben sich jetzt die Absichten von Serlet deutlich geändert: In einer offiziellen Pressemitteilung gab der Software-Hersteller Parallels bekannt, dass Bertrand Serlet fortan als Vorstand-Mitglied in der Firma wirken wird. Einen konkreten Bereich im Unternehmen hat der Franzose nicht übernommen, er wird eher in der Berater-Rolle tätig sein.


Außerhalb der offiziellen Pressemittelung von Parallels häufen sich seit kurzem die Hinweise auf die möglichen Gründe für die Zusammenarbeit zwischen dem Virtualisierungssoftware-Hersteller und dem Mac-OS-X-Experten. So hat Serlet gleich nach seinem Abgang von Apple eine kleine Startup-Firma mit anderen Ex-Apple-Mitarbeitern gegründet. Upthere, so heißt die Firma, arbeitet noch an der Entwicklung eigener Produkte, deswegen sind die Informationen dazu rar. Business Insider wollte in einem Beitrag herausgefunden haben, dass Upthere Cloud-Dienste für kleinere und mittlere Unternehmen bieten wird und aktiv neue Mitarbeiter anwirbt. Der ähnliche Personalmangel kann man auch seit kurzem bei Parallels beobachten: Für einen seiner größten Standorte in Moskau sucht der Hersteller derzeit rund dreißig Ingenieure . Dazu läuft in der Firma ein internes Bonus-Programm für aktuelle und zukünftige Mitarbeiter, wobei jeder Angestellte nach Wunsch die Firmenaktien bekommen kann. Parallels hat für dieses Programm bis zu 25 Prozent seiner Aktien vorgesehen.

Der ehemalige CEO und Mitbegründer von Parallels Sergei Beloussov hat diesen Schritt durch die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt erklärt: „Wir arbeiten zur Zeit an einem großen Projekt für mobile Plattformen und unser Bonus-Programm hilft, dafür gute Mitarbeiter zu begeistern und sie zu halten.“  Auf der offiziellen Presse-Konferenz am 17. Juli hat Beloussov den Grund für die Anwerbung von Bertrand Serlet angedeutet : „Unser Projekt für mobile Plattformen ist spätestens in einem Jahr marktreif. Bertrand hat sich dabei bereits als Berater beteiligt. Wir setzten auf seine Erfahrung bei den wichtigen Entscheidungen zu den technischen Aspekten im Projekt“.

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