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Eigentlich geheim: Nikons DSLR-Kameras

05.04.2005 | 13:51 Uhr |

Nikon, nach Canon der zweite Hersteller mit einer Einstiegs-DSLR-Kamera auf dem Markt, sitzt mit neuen Modellen in den Startlöchern.

Offiziell hat Nikon bereits bestätigt, was der japanische Kamerahersteller eigentlich erst später preisgeben wollte, wie unsere Schwesterzeitschrift Macworld berichtete . Versehentlich waren Handbücher zweier neuer DSLR-Kameras auf der japanischen Nikon-Webseite online. Die betagte D70 stattet Nikon demnach mit einem etwas größerem Display von zwei Zoll Diagonale statt bisher 1,8 Zoll aus und nennt diese Kamera fortan D70s. Ansonsten bleiben die technischen Merkmale gegenüber der D70 unverändert, selbst die Auflösung des Displays mit 130 000 Punkten hat Nikon belassen. Angesichts der wachsenden Konkurrenz eine magere Auffrischungskur.

Nikon D50 und D70s für Einsteiger

Doch die D50, die weitere Kamera, zu der das Handbuch vorschnell veröffentlicht wurde, ist wegen ihrem gegenüber der D70s günstigeren Preis interessanter: Das silbernes Gehäuse der D50 ist mit den Maßen von 133 x 102 x 76 mm kleiner als das der D70s, die 140 x 111 x 78 mm misst. Noch kleiner sind allerdings die Konkurrenten Canon EOS 350D sowie Pentax *ist Ds. Doch der bisher nicht bekannte Preis der D50 dürfte die Kamera interessant machen. Beide Nikon-Kameras bieten einen 6,24 Megapixel auflösenden Sensor (effektiv 6,1 MP), der 23,7 x 15,6 mm misst. Der Verlängerungsfaktor gegenüber Kleionbild beträgt so 1,5. Auch nutzen beide Modelle einen 5-Punkt-Autofokkus und bietzen eine Empfindlichkeit von ISO 200 bis 1600.

Da die D50 die D70s nach unten ergänzt, bietet die D70 etwas mehr: Neben einer genaueren TTL-Blitzmessung mit einem 1005 Pixel auflösenden RGB-Sensor im Gegensatz zu einem 420-Segment-Sensor der D50 ist auch die Verschlusszeit der D70s umfangreicher. Diese reicht bei der D70s von 1/30 bis 1/8000 Sekunden, bei der D50 lediglich bis 1/4000 Sekunden. Acuh bei der Bedienung zeigt die D50 Merkmale einer Amateurkamera. Einige Einstellungen zur Belichtungssteuerung oder der Wahl der Fokusart muss man bei ihr im Gegensatz zur D70s über das Display-Menü einstellen. Die Daten speichert die Nikon D50 wie die Pentax *ist Ds auf eine SD-Karte.

Ambitionierte Fotoamateure sich bald auf ein auf ein reichhaltiges Angebot freuen, denn neben Nikon entwickeln andere Hersteller fleißig weiter an DSLR-Kameras. So auch bislang branchenfremde Firmen wie Panasonic, die in Kooperation mit Olympus eine DSLR-Kamera entwickeln und diese unter jeweils eigenem Namen auf den Markt bringen.

Nikon-Vollformat vielleicht dieses Jahr

Auch Profis können sich freuen. Anders als Canon hat Nikon derzeit keine DSLR-Kamera mit Vollformat-Sensor im Programm, was sich schon bald ändern könnte. Ein solcher Sensor deckt die Fläche eines 35-mm-Klenbildfilms ab und bietet so keinen Verlängerungsfaktor der kleineren Bildsensoren. Für einige Profifotografen war dies der Grund, keine Nikon-Kamera zu nutzen. Bereits auf der CeBIT hatte Nikon am Ende seiner Pressekonferenz auf Nachfrage bestätigt, man entwickle eine Kamera mit Vollformat-Sensor. Auch auf Nachfrage unserer Kollegen von Macworld bestätigt Nikon, derzeit eine neue Highend-DSLR-Kamera zu entwickeln.

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