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Ein Buch ist doch was anderes

04.11.2013 | 15:52 Uhr |

E-Books sind praktisch und preiswert, haben aber ihre Grenzen. Während Texte sich gut umsetzen lassen, muss man für andere Publikationsformen mehr Aufwand betreiben.

Seit wir ein Klavier haben, kaufe ich an sich nur noch E-Books, denn für das Familienerbstück musste ich das Bücherregal im Wohnzimmer auf die Hälfte reduzieren. Das quoll auch schon vorher über, doch seitdem das Instrument Staub fängt, ist für Bücher noch weniger Platz. Da ich aber das Lesen nicht aufgeben konnte und wollte, schaffe ich mir seither elektronische Ausgaben an. Die bieten nicht nur einen Platzvorteil, sondern sind auch noch ein paar Euro günstiger. Alles hat aber seine Grenzen, wie ich vorletzte Woche erfahren habe. Da ich leider zu Geschäftszeiten nicht mehr zu einer Buchhandlung kam und der Versender meines Vertrauens mich auf die gedruckte Ausgabe mindestens bis zur nächsten Lieferung der Briefpost hätte warten lassen, ging ich eben in den iBookstore. Dort hatte sich der 35ste Band des legendären Comics soeben an unserem Mavericks-Sonderheft vorbei auf Platz eins geschoben, der Preis betrug nur die Hälfte des gedruckten Hefts. Theoretisch. Denn schon auf den ersten Seiten reifte die Entscheidung, das Heft doch nochmals in gedruckter Form zu ordern, das Leseerlebnis auf dem iPad 2 kann mit dem eines gedruckten Comic-Heftes einfach nicht mithalten. Womöglich liegt das auch an der eher lieblosen Umsetzung des Verlags, der einfach aus den Druck-PDFs eine elektronische Darstellung gemacht hat, bei der man lediglich die Wahl zwischen einseitiger und doppelseitiger Ansicht hat. Es mag bestimmt bessere Comic-Umsetzungen geben, ich lasse mich gerne davon überzeugen. Bei E-Books bleibe ich aber bei textlastigen Werken - und für Asterix bei den Pikten muss ich mir eben Freiraum auf den verbliebenen Regalmetern schaffen.

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