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Ein Hauch von Zen im App Store

16.07.2008 | 16:30 Uhr |

Der App Store bietet mehrere Möglichkeit, der Zen-Entspannung mit dem iPhone nachzukommen. Wir haben die Programme getestet.

Zen, die meditative Unterart des Buddhismus, hat sich als Modeerscheinung in die urbanen Lifestyle-Kreise eingelebt. Auf dem iPhone und iPod Touch kann jetzt jeder seinen eigenen Zen-Garten anlegen und pflegen. Sie sind die Sandkästen für Erwachsene. Wir haben uns den Zen Garden, Attaining Zen und den iZen Garden angesehen. Die Preisspanne von 79 Cent bis 3,99 Euro spiegelt dabei gut den Aufwand des jeweiligen Programmes wider.

Zen Garden

Zen Garden ist mit 79 Cent der billigste Zen-Garten-Titel im App Store - im wahrsten Sinne des Wortes, denn außer einer Sandfläche, die man beharken kann, gibt es nichts. Steine sucht man vergeblich und so kann man ein wenig in die unansehnliche Sandtextur malen, denn neben der feinen Harke, die mit zwei Fingern Spuren im Sand hinterlässt, steht auch ein starker Strich zur Verfügung. Als einziges Programm von diesen Dreien begrüßt einen der Zen Garden mit einer einstimmenden Klangfolge, die aber auch nichts mehr rettet. Null Erleuchtungspunkte von Fünf.

Attaining Zen

Attaining Zen kostet mit 1,59 Euro rund doppelt so viel wie der Zen Garden und hat Steine. Man erzeugt sie mit einem Doppeltipp auf den Bildschirm, worauf zufällig eine von rund acht Steinsorten auf die gelbe Sandtextur gesetzt wird. Über einen Doppeltipp auf einen Stein kann man diesen versetzen sowie mit zwei Fingern skalieren und rotieren. Den Sand beharkt man mit einem Fingerstrich. Über das Informationszeichen kann man - falls einem die Bildschirmfoto-Funktion in der Firmware 2 nicht vertraut ist, das Ergebnis in der Galerie speichern - als JPG und ohne störende iPhone Menüleiste, die schwarz überdeckt wird. Mehr Optionen sind nicht vorhanden, weswegen es drei Erleuchtungspunkte von Fünf gibt.

iZen Garden

iZen Garden stellt mit 3,99 Euro preislich die Spitze dar. Auch dieses Programm verfügt über lediglich eine Sandtextur. Sie kann aber eher überzeugen als bei den beiden Konkurrenten. Ein Doppeltipp öffnet das rudimentäre Menü, ein Klick darauf bringt einen zur Steinübersicht - immerhin neun Stück gibt es davon. Den Sand versetzt man wie bei den anderen Programmen auch mit einer lockeren Schüttelbewegung wieder zurück. In einer Disziplin hat Attaining Zen allerdings dann doch noch die erleuchtete Nase vorn: Die Steine wirken nicht so aufgesetzt wie beim iZen Garden, bei dem harte Konturen stören. Durch den vergleichsweise hohen Preis erhält iZen nur zwei Erleuchtungspunkte von Fünf.

Den Stein der Weisen haben alle drei Programme nicht gefunden. iZen Garden ist dazu noch relativ teuer, aber auch die 79 Cent für Zen Garden wirken unangemessen. Attaining Zen findet preislich die goldene Mitte und macht etwas mehr Spaß. Wer sich vom Zufallsfaktor aber eher abgestoßen fühlt, der muss zu iZen greifen.

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