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Halbleitermarkt bricht weltweit ein

26.02.2009 | 11:22 Uhr |

Die Umsätze mit Mikrochips werden leut Analysten um rund ein Viertel einbrechen. Insbesondere bei den Speicherchips ist die Lage prekär, mehrere Unternehmen sind bereits insolvent.

Für das Geschäft mit Halbleitern haben Marktforscher aufgrund der schweren Wirtschaftskrise ihre Prognosen für das laufende Jahr drastisch nach unten revidiert. Der Umsatz werde voraussichtlich um 24,1 Prozent auf 194,5 Milliarden Dollar einbrechen, teilte das Marktforschungsunternehmen Gartner am Donnerstag in Stamford (Connecticut) mit. Die wirtschaftlichen Verhältnisse hätten sich seit Dezember noch einmal verschlechtert. Zuvor hatten die Marktforscher mit einem Umsatzrückgang von 16 Prozent gerechnet.

Die größten Unsicherheiten werden für das Geschäft mit Speicherchips erwartet. Hier seien bereits einige Unternehmen in Insolvenz gegangen. Eine erste Erholung des Marktes erwarten die Experten für 2010 mit einem Zuwachs von voraussichtlich 7,5 Prozent. Im Jahr 2012 könnten die Hersteller wieder auf einen Umsatz von weltweit 253,4 Milliarden Dollar kommen - das wäre allerdings immer noch weniger als im vergangenen Jahr (256,4 Mrd Dollar).

Ungeachtet der schlechten Marktprognosen gab Paul Otellini, Chef des weltgrößten Chip-Herstellers Intel, einen positiven Ausblick für sein Unternehmen. Der Grund, warum es dem Konzern derzeit so gut gehe, liege in den Vorteilen der jüngsten Technologie-Entwicklung, sagte Otellini in San Francisco. Das neu eingeführte Herstellungsverfahren erlaube es Intel, die Produktionskosten zu senken und sich für die Zeit nach der Krise gut aufzustellen. Intel will den Herstellungsprozess künftig auf die sogenannte 32-Nanometer-Technologie umstellen, mit der pro Durchlauf mehr und leistungsfähigere Chips produziert werden können.

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