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Ein behäbiger Rocker

26.09.2005 | 12:21 Uhr |

Von Innovation und Design ist nur wenig zu sehen beim iTunes-Handy ROKR, es ist ein Handy wie viele – mit ein bisschen iPod drin. Die Kollegen von Macworld USA haben ein Gerät bereits getestet.

Viel Telefon und ein wenig iPod: das iTunes-Handy von Motorola.
Vergrößern Viel Telefon und ein wenig iPod: das iTunes-Handy von Motorola.

Auf das iTunes-Handy hat die Welt gewartet? Das meinen Sie vielleicht, denn die Welt wartet immer noch. Das, was Apple und Motorola Mitte September vorgestellt haben – und womit Marktbeobachter schon zur diesjährigen Cebit im Frühjahr gerechnet hatten – das will nicht so recht überzeugen. ROKR E1, so nennt Motorola das erste Mobiltelefon mit integriertem iTunes-Client, und es ist ein Handy wie viele andere auch. Doch wenn Apple mitmischt, dann erwartet man Innovation und Design – viel mehr als ein vergleichsweise hoher Preis ist bei der Zusammenarbeit der beiden Firmen jedoch nicht zustande gekommen.

Es rockt nicht!

Von außen sieht das ROKR nicht wie ein iPod aus – es ist eben ein Mobiltelefon...
Vergrößern Von außen sieht das ROKR nicht wie ein iPod aus – es ist eben ein Mobiltelefon...

ROKR (sprich Rocker) ist in erster Linie ein GSM/GPRS-Mobiltelefon, und kein iPod zum Telefonieren. Von Apples MP3-Player erwartet der Benutzer in der Regel die Farbe Weiß, ein Click- oder Scroll-Wheel, einen Dock-Connector mit schnellem USB-2- oder Firewire-Anschluss und die Möglichkeit, das typische Zubehör anzuschließen. All das hat das ROKR nicht. Von einem Mobiltelefon im mittleren Preissegment darf der Käufer mittlerweile auch eine Megapixel-Kamera für bessere Schnappschüsse erwarten. Fehlanzeige beim ROKR: Mehr als VGA-Auflösung (640 x 480 Pixel) bringt die eingebaute Digitalkamera nicht. Einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem iPod jedoch hat das Motorola-Telefon: Der Akku ist problemlos austauschbar. Der Hersteller gibt als Musikspieldauer bis zu 15?Stunden an, eine Standby-Zeit von über neun Tagen und bei einem Dauertelefonat macht der Energiespeicher Motorola zufolge bei optimalen Netzbedingungen erst nach neun Stunden schlapp.

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